Freitag, 10. Februar 2012

Der Novize des Assassinen - Nick Lake

Bildquelle
Autor/in: Nick Lake
 Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
 Taschenbuch: 480 Seiten
Preis: 13,00 Euro
Infos zum Verlag: hier


Inhalt:
Taro lebt zusammen mit seiner Mutter und schwerkranken Vater, in einem Fischerdorf.
Eines Abends passiert etwas unglaubliches. Eine Horde Ninja taucht wie aus dem Nichts auf und tötet seinen Vater. Nur durch die Hilfe eines weiteren Ninja, können Taro und seine Mutter entkommen. Doch schon bald muss er sich von ihr trennen, denn die Angreifer sind komischerweise nur hinter ihm her. Zusammen mit dem geheimnisvollen Retter versucht er zu fliehen, doch dabei wird er schwer verwundet. Um sein Leben zu retten, verwandelt der "gute" Ninja ihn in seinesgleichen. Einen Vampir.
Taro versteht die Welt nicht mehr. Warum wollten die Ninja ihn tot sehen?
Gemeinsam mit seinem besten Freund Hiro, begleitet er Shusaku, seinen Retter. Er erfährt, dass Fürst Odar hinter ihm her ist, weil er glaubt, er wäre ein "versteckter" Sohn des verfeindeten Fürsten Tokugawa, der ihm seinen Platz streitig machen will.
Taro schwört Rache für den Tot seinen Ziehvaters und mit jedem Schritt Richtung Ziel, taucht er in eine fremde Welt, mit gefährlichen Vampirninja, starken Samurei und einem Endgegner der zu allem fähig scheint. Dann verguckt er sich auch noch ausgerechnet in Hana, die Tochter des Fürsten.....

Eigene Meinung:
Ich war sehr überrascht, als ich dieses Buch angefangen habe zu lesen, denn schon nach kurzer Zeit hatte es mich gefesselt und ließ auch nicht so schnell los.
Ich war am Anfang aber auch etwas skeptisch, ob dieses Buch wirklich etwas für mich ist. Um so schöner war es, als ich das Werk nach der letzten Seite geschlossen habe und es mir wirklich gut gefallen hat.
Wie schon im Inhalt angedeutet, spielt die Handlung in einer Welt, in der Ninja Vampire sind. Dies allein war schon mal Grund genug, meine Skepsis zu entfachen. Ich meine, wann hat man schon einmal etwas von einem Kontext gehört, in dem Ninja und Vampire verbunden sind? Ich jedenfalls noch nicht und war positiv angetan, von jeglichem Verlauf.
Nick Lake's sprachlicher Stil ist einfach gehalten und trotzdem gut, sodass es einem möglich war, schnell in die Geschichte hinein zu finden. Da das Geschehen in der östlichen Kultur ihren Schauplatz hat , ist es natürlich nicht verwunderlich, dass die Protagonisten, dementsprechende Namen tragen. Ein Punkt, der die Geschichte glaubhafter macht, aber gleichzeitig auch schwerer für die Leser, manchmal zu folgen. So musste ich am Anfang des Buches gelegentlich überlegen,"wer" nochmal "wer" war. Jedoch legt sich dieses schnell nach einigen Kapiteln und die Namen plus dazugehörige Personen bleiben im Gedächtnis.
Außerdem sehr praktisch und hilfreich ist das Glossar am Ende der Lektüre. Unbekannte Wörter sind dort erklärt und bleiben später auch im Gedächtnis. So weiß ich z.B. jetzt immer noch, das Bushido >>Weg des Kriegers<< bedeutet. :)

Die Geschichte wird glaubhaft erzählt und fängt spannend an, sodass gleich die Lust am weiterlesen steigt. Hauptsächlich berichtet der Autor über das Schicksal von Nick. Jedoch schwenkt er ab und an zu Hana, was eine schöne Abwechslung war und man erfährt, was mit ihr passiert.
Taro wirkt auf den ersten Blick sympathisch, aber etwas zurückhaltend. Dieses zurückhaltende Wesen, verliert er aber Stück für Stück im laufe der Reise und man fühlt regelrecht, seine neuentdeckte Kraft. Das ist auch gut so, denn man wünscht es ihm sehr, dass er sein Vorhaben in die Tat umsetzten kann, da er viel schreckliches durchgemacht hat.
Sein bester Freund Hiro steht ihm auf der ganzen Reise stets zur Seite und beweist seine Treue. Hiro ist ein richtiger Sympathieträger der einfach durch seine ganze Art gefällt. Ich wollte ihn die ganze Zeit nicht missen.
Alle anderen Charaktere sind ebenfalls gut beschrieben, wobei ich bei einigen schon gern etwas mehr Tiefe gesehen hätte. Halb so schlimm, denn die Hauptpersonen, sind gut getroffen. Einige mag man mehr, die anderen weniger.

Sympahtieträger gibt es viele, jedoch hat die Gegenseite in dieser Geschichte, die Oberhand. An jeder Ecke wird betrogen, verrate, getrickst und enthauptet. Besonderes letzteres kommt häufig. Ich kann mit gutem Gewissen behaupten, noch nie ein Buch gelesen zu haben, in dem so viele Köpfe geflogen sind. Tut der Geschichte aber keinen Abbruch. Ist halt so gewesen zu der Zeit und dann mit so einem Herrscher. Nicht verwunderlich.

Zum Ende hin, nimmt die Spannung noch einmal deutlich Schwung auf, denn Mr Lake versteht es, mit den Lesern zu spielen und sie dazu zu bringen, weiter zu lesen. Einige male verrät er am Ende eines Kapitels, das z.B. ein durchzuführender Plan scheitern wird und irgendeiner mit dem leben bezahlen wird. Solche ungenauen Informationen, steigern natürlich das Interesse zu erfahren, was genau passiert ist und wen es am Ende erwischt hat. Diese Vorgehensweise hat mir sehr gut gefallen.
Das Ende des Buches war auch gut. Nicht das spektakulärste Endkampf - Szenario, welches ich je gelesen habe, aber dennoch zufrieden stellend und genügend Stoff für eine Fortsetzung bleibt auch.

Fazit: 4/5 möglichen Punkten. Überraschend gutes Buch. Leute, die die fern östliche Kultur interessant finden, werden das Buch mögen, aber auch für alle anderen, kann sich ein Versuch lohnen.





Kommentare:

  1. Ich als nicht unbdingt großer Fan der fernöstlichen Kultur, finde das Buch dennoch interessant durch deine Rezi :)
    sehr schön!^^

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  2. Oh ich liebe Storys die was mit Assassinen zu tun haben *____* Gleich mal auf die Wunschliste notieren ^^
    Sehr schöne Rezi ;) LG Hanna :*

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  3. Vielen lieben Dank für die Rezension! Wir freuen uns, dass Dir das Buch so gut gefallen hat.
    Liebe Grüße vom Blanvalet Presse-Team

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lauft mir nach ...