Donnerstag, 23. Februar 2012

Meerestochter - Serena David

Autor/in: Serena David
Verlag: rororo
 Taschenbuch: 368 Seiten
Preis: 8,99 Euro



Inhalt:
Ondra ist eine Nixe und an Vollmondnächten, ist es Nixen möglich, sich für kurze Zeit in Menschen zu verwandeln. In einer dieser Vollmondnächte begegnet sie Adrian und beide spüren sofort dieses Band zueinander. Doch Ondra muss wieder zurück.
Gegen allen Vorurteilen der Menschen gegenüber, entschließt sich die Nixe jedoch dazu, sich für immer in einen Zweibeiner zu verwandelt, um bei Adrian zu sein. 
Doch dann wird eine Leiche am Strand gefunden und Adrian gerät ins Visier der Polizei.
Hat Adrian etwas mit dem "Mord" zu tun, oder versucht irgendjemand, ihm an's Bein zu pinkeln?
Auch Rose, Adrians Tante, scheint ihre Geheimnisse zu haben.

Eigene Meinung:
Der Klappentext dieses Buches klang schon mal sehr vielversprechen. Irgendwie ein Mix aus Arielle und anderen Meeresgeschichten. Dementsprechend war ich zuversichtlich, dass ich meinen Spaß an diesem Stück haben werde. Leider hat sich das nur teilweise bewahrheitet.

Zuallererst fiel es mir wirklich schwer in die Geschichte hineinzukommen, denn in den ca. ersten 100 Seiten passiert nicht wirklich viel. Man liest und liest und fragt sich mit jeder weiteren Seiten, wann denn endlich mal was "aufregendes" passiert.
Man lernt zwar die Hauptprotagonisten ein bisschen besser kennen, aber von denen war ich auch nicht sonderlich begeistert. 
Ondra war am Anfang einfach nur schrecklich. Ich habe mir Meerjungfrauen immer als nett und freundlich vorgestellt, aber Ondra ist einfach nur unsympathisch. Manchmal kam sie mir wie ein kleines verwöhntes  Kind vor, das zickig wird, weil es nicht bekommt, was es will. Jedoch muss ich zugeben, dass sich der Eindruck ein wenig revidiert hat, als sie zum Menschen wurde. Ja ich musste soagr an manchen Stellen echt über sie lachen, weil sie einfach so "unwissend" war, was die menschlichen Dinge betrifft.
So lief sie schon mal vor eine Glastür, oder war total verwundert über die Funktionsweise eines Telefons.
Diese lockere Art, hat echt Freude am lesen bereitet.

Adrian hingegen, war am Anfang der Sympathieträger. Er wird eher als verschlossener, in sich gekehrter Charakter beschrieben, der bis zu Ondras's Auftauchen, in eine Ältere Frau verliebt ist, die ihn eigentlich nur ausnutzt. Deshalb war ich zu Beginn auch froh, dass durch Ondra's Auftauchen, seine Aufmerksamkeit auch auf Ondra lag.
Doch im Verlauf der Geschichte, entwickelt sich sein Charakter immer weiter ins Negative. Dann ist man oft verwundert und denkt sich, wieso er ausgerechnet gerade jetzt, sowas blödes machen muss.
Aus Adrians Tante wurde ich zuerst nicht ganz schlau. Man wusste, dass irgendetwas geheimes sie umgibt, jedoch nicht, ob es etwas positives oder negatives ist. Jedoch war es Rose, die mir im Verlauf, immer mehr ans Herz gewachsen ist, denn ansonsten wirken die Personen ohne wirkliche Tiefe und sind etwas Farblos, genau wie die Welt, die Frau David in ihrer Geschichte beschreibt. Eigentlich hätte ich mir viel mehr von der Meereswelt erhofft, weil es ja schließlich um Nixen geht. Leider wurde dieses Thema nur wage angeschnitten und ich war dann doch ein wenig enttäuscht. 

Die Liebesgeschichte zwischen Ondra und Adrian, war etwas unglaubwürdig. Zwar ließt man in vielen Geschichten, von "Liebe auf den ersten Blick", doch hier fand ich es nicht glaubwürdig. Irgdenwie ging alles viel zu schnell. Sofort haben beide von starker Liebe gesprochen, obwohl sie sich eigentlich überhaupt noch nicht kennen. Das passte nicht zusammen. Ich muss aber gestehen, dass zum Ende hin, die beiden wirklich gut zusammen passen. Da spürt man doch ein Fünkchen Chemie. Das hat mir im ersten Teil des Buches gefehlt.

Die letzten 150 Seiten, waren dann doch wieder überraschen. Überraschend positiv. Der Krimianteil war wirklich interessant mit zu verfolgen und auch die Geschichte zwischen Adrian und Ondra wurde mit jeder Seite besser. Geheimnisse werden gelüftet, die man schon mehr oder wenige erahnt hat, aber das war nicht sonderlich schlimm.
Auch zieht der Spannungsbogen in den letzten Kapitel deutlich an und so waren die letzten Seiten wunderbar zu lesen. Das Ende ist für meinen Geschmack sehr gut getroffen und hinterlässt einen guten Abschluss.

Mit Serena David's Schreibstil konnte ich mich gut anfreunden. Gut und flüssig hat man der Geschichte folgen können, ohne mit langen Beschreibungen und Dialogen aufgehalten zu werden.

Fazit: 3/5 möglichen Punkten. Die letzten 150 Seiten des Buches, waren wirklich gut und spannend, jedoch hat es am Anfang leider an vielen Ecken gefehlt und die Geschichte war etwas unspektakulär.


Kommentare:

  1. Eine sehr aussagekräftige Rezi:) Deine Kritik kann ich gut nachvollziehen, das hätte mich auch gestört :D
    gefällt mir sehr gut! :)

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  3. Hi,

    zu meiner Schande war ich noch gar kein regelm. Leser bei dir! Hab ich schnell mal nachgeholt. Eine tolle Seite hast du. und die obige Rezi ist wirklich sehr ausführlich.

    Würd mich freuen, wenn du bei mir auch mal vorbeischaust.

    LG, Sharon

    sharonsbuecher.blogspot.com

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lauft mir nach ...