Samstag, 25. Februar 2012

Oceania 01. Die Prophezeiung - Hélène Montardre

 Autor/in: Hélèn Montadre
Verlag: Kosmos
 Gebundene Ausgabe: 315 Seiten
Preis: 14,95 Euro
Infos zum Verlag: hier
Inhalt:
Die 16 jährige Flavia lebt zusammen mit ihrem Großvater an der Küste Frankreichs.
Späher, so nennt man den Beruf, den ihr Großvater ausübt. Er beobachtet die Vögel und deren Verhalten. Doch in den letzten Jahren tauchen sie immer später auf. Das kann nichts gutes bedeuten, denn durch das Schmelzen der Pole steigt der Spiegel der Ozeane immer weiter und schneller als erwartet und so verschwinden auch die Rückzugsmöglichkeiten der Vögel. Viel zu spät haben die Menschen in Europa reagiert und nun scheint das Wasser sie einzuholen. Nur noch wenige Schiffe fahren nach Amerika, dem einzigen sicheren Ziel, denn hier wurde vorgesorgt und ein riesiger Schutzwall erbaut, der die Flut zurückhält.
Flavia's Großvater ergreift die Chance und bringt Flavia auf ein Segelboot, das noch Platz an Bord hat. Notgedrungen, muss Flavia alles zurücklassen und bricht in eine unbekannte Zukunft auf.
Sie ahnt noch nicht, wie gefährlich es auf dem neuen Kontinent sein wird und das sie unverhofft Hilfe bekommt. Denn dann taucht Chris auf, ein Junge, der ihr das Leben rettet und ihr dabei hilft eine verschlüsselte Botschaft ihres Großvaters zu enträtseln. Doch von Tag zu Tag wird es gefährlicher, denn Flavia ist ohne Pass und "Ausländer" sind nicht erwünscht und eines Tages gerät die Situation außer Kontrolle.....

Eigene Meinung.
"Ich will wissen wie es weiter geht!" Das war das Erste, was ich laut ausgesprochen habe, als ich Oceania zugeklappt hab.
Ein wirklich sehr schönes Buch hatte ich gelesen, mit einer tollen Geschichte, verpackt in Liebe, Abenteuer und ganz viel Wasser.
Hélèn Montadre Schreibstil ist sehr schön zu lesen. Flüssig und leicht, schwamm man durch die einzelnen Seiten, ohne in Strudel von Verwirrung zu geraten.
Die Kapitel sind kurz gehalten und somit war es kein Problem, dieses Buch schnell durch zu lesen. Immer wieder hab ich mir gedacht. "Los, ein Kapitel geht noch und noch eins und noch eins usw.."
Aber nicht nur der angenehme Schreibstil und die kurzen Kapitel, waren ein Indikator für ein schnelles Durchkommen, sondern auch die Geschichte. Eine wirklich interessante Geschichte. Die Umwelt find ich an sich schon ein spannendes und interessantes Thema und so fand ich den Aufbau des Inhaltes in diesem Buch super. Schmelzende Pole, die den Wasserspiegel der Ozeane ansteigen lässt und somit die Menschen bedroht ist von der heutigen Zeit, auch nicht wirklich weit entfernt und super aktuell. 
Jedoch kommt man nicht drum herum zu denken, dass der Verlauf der weiteren Geschichte, doch schon etwas weit hergeholt ist. Damit meine ich zum Beispiel, die Sache mit dem riesigen Schutzwall, der Amerika zum Teil umgibt. Find ich jetzt aber auch nicht so schlimm, denn es ist ja ein Fantasybuch.

Die Personen, die die Autorin in ihrem Werk beschreibt, sind allesamt toll wiedergegeben.
Da wäre der Hauptcharakter Flavia, die durch ihre selbstsichere, aber nicht überhobene Art positiv im Gedächtnis bleibt. Aus ihrer Sicht bekommt man den Hauptteil des Buches geschildert.
Chris erweckt auch sofort Sympathien, durch seine nette und aufgeschlossene Art. Er ist sofort bereit Flavia zu helfen, obwohl er sie kein Stückchen kennt. Ein Retter, ohne das "Ich bin ein böser Junge" gehabe.
Die Beziehung, die sich zwischen den beiden Entwickelt ist schön und glaubhaft, denn erst im Laufe der Zeit wird die Bindung der beiden immer enger. 
Dann gibt es noch den Käptan des Schiffes, welches Flavia mit auf die Reise nimmt. Irgndwie fand ich ihn von Anfang an seltsam und weiß noch nicht so recht, was ich von ihm halten soll. Zu meinem entsetzen habe ich erst gedacht, es würde sich zwischen ihm und Flavia etwas anbandeln, weil es hier und da so Andeutungen gab, die ich mir hoffentlich nur eingebildet habe.
Um so glücklicher war ich dann, dass Chris aufgetaucht ist.

Einen typischen Bösen gibt es in diesem Buch eigentlich nicht. Es ist vielmehr die Macht von "Oben"(Regierung), die das Leben, als "Flüchtling" schwer und gefährlich macht.
Hier besteht auch das Spannungshoch. Dadurch, das Flavia eigentlich jederzeit, hätte kontrolliert und aufliegen können, bleib die Spannung immer greifbar. Jedoch traf dies, erst so ziemlich im letzten Teil des Buches ein. Ich will damit aber nicht sagen, dass es vorher langweilig war, Flavias Reise zu verfolgen. Ganz im Gegenteil!
Obwohl die spannenden und spektakulären Momenten fehlen, war es nie ein einziges Mal langweilig, der Geschichte zu folgen. Man wollte mehr über Falvia erfahren und die Geheimnisse, die sich auf der Reise auftuhen.
Das Ende des Buches gehört leider zu der offenen Sorte, was wiederum auch gut ist, denn man weiß einfach, das der nächste Teil spannend weitergeht mit vielen offenen Fragen, auf die man gerne eine Antwort hätte.
Die Antworten werde ich mir auf jeden Fall besorgen! :)

Fazit: 4/5 möglichen Punkten. Ein tolles Buch, mit einer tollen Geschichte und tollen Personen, von denen man gerne mehr lesen will.



Kommentare:

  1. Hey :) toller Blog! Mal was anderes ;)
    und genau das richtige für Leseraten unter uns ;)

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lauft mir nach ...