Donnerstag, 15. März 2012

Oceania 02. Weisser Horizont - Hélèn Montadre

Bildquelle

Autor/in: Hélèn Montadre
 Verlag: Kosmos (Franckh-Kosmos)
 Gebundene Ausgabe: 333 Seiten
Preis: 14,95
Infos zum Verlag: hier
Inhalt:
(Achtung: Da es sich hier um den zweiten Teil handelt, könnten evtl. Spoiler enthalten sein!)
Flavia und Chris trennt der Ozean.
Nach der gefährlichen Razzia in Amerika, wurden Flavia von Chris getrennt und musste notgedrungen ohne ihn zurück nach Europa. Europa hat sich allerdings verändert. Nichts ist wie es mal wahr. Das Meer ist weit ins Landesinnere gedrungen und die Temperaturen sind stark gesunken. Eis und Schnee wohin man sieht. Doch Flavia gibt nicht auf, sie will den Schlüssel, der wichtigen Informationen über den Klimawandel beinhaltet, sicher in die geheime Forschungsstation bringen. Auch hofft sie ihren Großvater wieder zu finden, denn in Amerika hat sie herausgefunden, dass ihre Eltern noch am leben sein könnten. Doch was sie am Ende erfährt ist unglaublich. Flavia hat eine Zwillingsschwester. Amalia. Sie soll in Amerika leben. Dazu kommt noch eine geheime Botschaft ihrer Eltern, die sie vor langer Zeit in einem Buch hinterlassen haben. Laluk. Was soll das Bedeuten? Ungewiss was die Zukunft bringt, aber doch voller Neugierde, macht sie sich auf den beschwerlichen Rückweg nach New York, um Antworten zu finden und vor allem, zurück nach Chris.

Eigene Meinung:
Oceania 02. Weisser Horizont, ist für mich eine tolle Fortsetzung, die mir sogar noch besser gefallen hat, als der erste Teil.
Nach dem man die ersten Seiten gelesen hat, war man gleich wieder im Geschehen, dieser tollen Geschichte.
Da mir der erste Teil schon gut gefallen hat, war es nicht schwer, sich an alle Charkatere zu erinnern. Denn was gut ist, das bleibt auch im Kopf.
Der schreibliche Stil bleibt auch im zweiten Teil, auf dem gleichen guten Niveau und bringt Spaß beim lesen. Ich kann mich also nicht beklagen, denn es war wunderbar dieser Geschichte zu folgen.

Und die beginnt in Amerika mit Chris. Hélèn Montadre verrät uns erst einmal, was mit ihm, nach dem Ende des ersten Teil's, passiert  ist. Auch andere Bekannte trifft man wieder und freut sich, dass es allen nach den schrecklichen Ereignissen am Ende des ersten Buch, den Umständen entsprechen gut geht. Darunter sind auch Noemie und Tommy, die zusammen mit Flavia als "illegale" Einwanderer in New York angekommen sind. Doch im Grunde hat sich das Leben, nach der Razzia, in dem fast alle "Illegalen" getötet, oder verhaftet worden sind, nicht gebessert. Noch immer muss man höllisch aufpassen, nicht unerwartet kontrolliert zu werden. So schwebt die Angst des "erwischt" werdens, wie ein Damoklesschwert über einen.
Die Idee, aus der Sicht von Chris, die mit Tommy und Noemie, ab und an wechselt, ist sehr schön, denn so bekommt man verschiedene Eindrücke, wie die Betroffenen, mit ihrer Situation umgehen. Chris denkt die meiste Zeit über Flavia nach und wünscht sich nichts sehnlicher, als sie wieder zu sehen. Tommi hat die ständige Angst vor Augen, entdeckt zu werden und Noemie weiß nicht, was aus ihrem Bruder Benjamin geworden ist.

Wie im ersten Buch, bleiben auch hier die Personen sympathisch. Chris wirkt sehr entschlossen und nichts kann ihn davon abbringen, an Flavia zu glauben. Er tut alles, um mehr von Ihrer Vergangenheit und Geschichte heraus zu bekommen. Besonders schön fand ich es, dass er seine Gedanken in Form eines Tagebuchs fest gehalten hat. Dadurch hat man sich mehr mit ihm verbunden gefühlt.
Noemie hat in diesem Buch mehr Platz bekommen als im Ersten. Gute Entscheidung! Sie hat eine wirklich tolle Art an sich. Starken Charakter und eine gewisse Leichtigkeit, Situationen aufzulockern. Tommy dagegen bleibt weiterhin ziemlich in sich geschlossen. Lässt niemanden wirklich an sich heran.
Nur Amalia, die Zwillingsschwester von Falvia, die sie durch Zufall begegnen, öffnet er sich ein bisschen.
Amalia ist ganz anders als Flavia. Sie kann erst nicht glauben, was sie da zu hören bekommt, über ihre Schwester und der allgemeinen Situation in Europa. Sie hat ihrer eigene Vergangenheit, die nicht leicht für sie war und man fühlt mit ihr. Den Schmerz der Einsamkeit. 

Irgendwann wechselt die Sicht dann zu Flavia. Man begleitet sie auf der aufregenden Reise, zurück nach Europa. Und die ist an manchen Stellen wirklich bizarr. Wer rechnet schon damit, in einer Landschaft aus Eis und Schnee, auf Tiger oder gar ein Kamel zu stoßen. Doch niemals wirken solche Situationen unglaubwürdig. Denn sie haben alle ihre Geschichten, die sich perfekt in die Handlung einbauen lassen. Neue Weggefährten finden sich auf Flavia's Weg. Darunter Anita und ihr stummer Bruder Roberto. Gemeinsam machen sie sich auf Weg zur geheimen Forschungsstation. Gefährlich ist die Reise, denn nicht nur die Kälte und Eisstürme warten, sondern auch tierische Gefahren. In diesem Teil des Buches steckt das Spannungshoch.

Falvia wirkt im Gegensatz des ersten Buches, wesentlich reifer, aber auch ein bisschen trotziger. Dies ist aber auch nicht verwunderlich, wenn man bedankt, was sie in kurzer Zeit schon alles durchgemacht hat. Die Trennung von Chris, die Ungewissheit, was mit ihren Eltern passiert ist und dann erfährt sie auch noch, das sie eine Zwillingsschwester hat. Sie ist sehr enttäuscht von ihrem Großvater, weil er die Wahrheit über ihre Eltern wusste und nie etwas gesagt hat.
Sie ist wirklich ein wunderbarer, starker Charakter.
Auch sie schreibt, wie Chris, ihre Gedanke und Gefühle, in Form eines Tagebuchs auf.
Diese kurzen Abschnitte sind sehr schön zu lesen und richtig Gefühlvoll. Etwas für's Herz :)

Die Seiten fliegen nur so dahin, denn man möchte wissen, wann sich Falvia und Chris wieder begegnen. Man möchte wissen, was aus ihren Eltern passiert ist. Man möchte wissen, wie es mit Amalia weitergeht. Man möchte wissen, was es mit dem Laluk auf sich hat und man möchte wissen, wo die Reise endet.

Fazit: 4,5/5 möglichen Punkten. Tolle Fortsetzung, die Appetit auf me(e)hr macht.


Kommentare:

  1. Bin hier gerade so vorbei gestolpert und wollt nochmal sagen, dass ich deine Rezis wirklich toll finde:) Diese auch:)

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lauft mir nach ...