Donnerstag, 17. Mai 2012

In der Wälder tiefer Nacht - Kersten Hamilton

Autor/in: Kersten Hamilton
Verlag: cbj
 Taschenbuch: 384 Seiten
Preis: 7,99 Euro





Inhalt:

Teagan Wylltson ist sechzehn, klug und will es noch weit bringen in ihrem Leben. Möglichen "Ablenkungen" geht sie daher aus dem Weg- Jungs!
Doch eines Tages steht eine Sozialarbeiterin mit einem Kerl vor der Tür und macht der Familie klar, dass Finn von nun an bei ihnen leben wird. Angeblich ist es der Sohn, von Mrs Wylltsons (die als Kind adoptiert wurde) Bruder, der bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist.
Ab da an wird Teagans Welt wirklich kompliziert. Zu allem Überfluss sieht Finn auch noch echt gut aus und Teagan spürt in seiner Gegenwart dieses besondere Kribbeln.
Aber nicht nur das Kribbeln taucht nach Finns Ankunft auf. Teagan sieht auf einmal Dinge, die es eigentlich gar nicht geben darf. Gruselige katzenartige Kreaturen- Goblins.
Als siese ihren Vater entführen, macht sich Teagan, zusammen mit Finn und ihrem kleinen Bruder Aiden sofort auf den Weg ihn zu finden, doch Teagan war nicht bewusst, in welche neue Welt sie eintauchen wird. Eine Welt voller Magie und Schönheit, aber auch Gefahr, Angst und Hass.

Eigene Meinung:

Kersten Hamilton, ist es gelungen, mit "In der Wälder tiefer Nacht", ein tolles Buch zu schreiben, das mich schnell in seinen Bann gezogen hat.
Der Schreibstil der Autorin ist gut und leicht zu lesen. Sie beschreibt sehr schön, ohne groß abzuschweifen. Dadurch bleibt der Erzählstrang klar und gut strukturiert. Es ist leicht, der Geschichte zu folgen.

Die Hauptperson ist Teagan Wylltson. Sie ist sechzehn und eigentlich gar nicht so, wie andere Teenager in ihrem Alter. Sie ist sehr verantwortungsbewusst und nimmt die Schule und ihre Zukunft sehr ernst. Neben der Schule arbeitet sie noch als Praktikantin in einer Tierklinik.
Obwohl sie vielleicht auf den ersten Blick, wie eine Streberin wirkt, ist sie dennoch ganz anders. Sie kommt sehr locker rüber, so als würde ihr das alles gar nichts ausmachen und sie alles mit Leichtigkeit schafft. Sie war mir sehr sympathisch.
Teagans beste Freundin ist Abby. Wer Teagan mag, der wird Abby lieben. Sie ist total super. Witzig, vorlaut und sehr charmant. Mag vielleicht an ihrem italienischen Temperament liegen.

Finn mochte ich auch gut leiden. Ich dachte im ersten Moment, er wäre wieder eine von den typischen Jungs, die gerne auf Macho mache. Hat sich Gott sei Dank als Gegenteil erwiesen. Es wird ja leider immer seltener, dass ein Kerl von Anfang an mal einfach nur gescheit und nett ist.
Finn macht zwar auch hier und da mal seine Witze, aber die passen in den Rahmen.

Einer meiner Lieblinge in dem Buch ist auf jeden Fall Aiden, der kleine Bruder von Teagan. Am Anfang habe ich noch gedacht, er wäre ein komischer Kauz. Das hat sich bald aber in Sympathie entwickelt. Dieser kleine Kerl hat ein Ego, das mindestens so groß wie seine Klappe ist. Ich musste so oft über ihn lachen, weil er mal wieder einen von seinen tollen Bemerkungen losgelassen hat.
Er hat die Geschichte aufgelockert und die richtige Prise Humor mit hineingebracht.

Die Geschichte ist sehr gut. Es gibt Passage, die waren super Spannend und man konnte sich nicht mehr losreißen. Die magische Welt in die Teagan da hineintaucht, ist toll wiedergegeben und beschrieben. Es gibt gut ausgedachte Kreaturen, die mal mehr, oder weniger freundlich sind, meistens eher weniger.
Schön fand ich auch die Idee, die magische Welt, mit alten Mythen aus Irland zu verweben. An manchen Stellen, war es zwar ein bisschen zu viel und man ist nicht ganz so mitgekommen, aber im "Großen" fand ich die Idee ziemlich gut.

Fear Doirich als Bösewicht, der Teagans Vater entführt hat, war als böser Endgegner ein bisschen enttäuschen. Das mag vielleicht daran liegen, dass das Ende einfach zu schnell vorbei war. Den Abschlusskampf hätte ich mir ein bisschen länger gewünscht. Das was schon da war, war wirklich gut, aber halt zu kurz.
Das Ende ist außerdem richtig gemein. Es gibt Bücher, die einen mit einem Cliffhanger bestrafen. Die das warten, auf den nächsten Teil, einfach unerträglich machen. Eigentlich hab ich persönlich nichts gegen solche Enden, weil man dann einfach weiß, dass der nächste Teil aufregend weitergeht. "In der Wälder tiefer Nacht", hat aber ein so blödes Ende, als hätte man das Gefühl, mitten im Satz wäre unterbrochen worden. Wirklich gemein. Aber dadurch kann man natürlich ausgehen, dass die Geschichte weitergeht. Ich würde mich auf jeden Fall drauf freuen und mit Sicherheit auch den nächsten Teil mit Genuss lesen.

Fazit: 4/5 möglichen Punkten. Eine gute und spannende Geschichte, mit tollen Personen, die zum abtauchen in ein tolles Buch einladen.

Kommentare:

  1. Ich habe es auch noch liegen und werde es wohl bald lesen ;)
    Danke für die schöne Rezi

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  2. Das kommt doch gleich mal auf die Wunschliste :D
    Liebe Grüße
    Elisa (:

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  3. Kannte ich noch gar nicht, klint aber richtig super. Danke Dir für die tolle Rezi. LG :)

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  4. Tolle Rezension! Mir gefiel am besten der Facebook-Kommentar "blödes Ende" :-D

    lg

    Steffi

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  5. Wie immer eine tolle Rezi und wieder mal ein Buch das mir gefallen könnte!

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  6. ...das muss ich wohl auf meine Wunschliste setzen...

    VG


    Kay

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lauft mir nach ...