Sonntag, 8. Juli 2012

Zeitenzauber: Die magische Gondel - Eva Völler

Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus)
 Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
 ISBN: 978-3833900266
Preis: 14,99 Euro
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Inhalt: 
Die 17-jährige Anna verbringt ihre Ferien zusammen mit ihren Eltern in Venedig.
Eine rote Gondel weckt ihre Aufmerksamkeit, denn normalerweise sind doch alle Gondeln in Venedig schwarz.
Bei einer Bootsparade gerät sie in ein Gedränge und fällt in den Kanal, wird aber schnell von einem gut aussehenden jungen Mann in die rote Gondel gezogen. Bevor ihr bewusst wird, was geschieht, beginnt die Luft um sie herum zu flackern und es gibt einen ohrenbetäubenden Knall...
Als Anna das nächste Mal die Augen aufschlägt, ist sie immer noch in Venedig, aber: nackt und ca 510 Jahre in der Vergangenheit! Sie muss erst eine bestimmte Sache erledigen, sonst kann sie nicht mehr zurück.

Meinung:
"Zeitenzauber" von Eva Völler, ist ebenfalls ein Buch, dass schon viel zu lange in meinem Regal Staub gefangen hat. Aber da ich momentan den Drang verspüre, meinen "alten" SuB zu lesen, musste es jetzt dran glauben. Ich hatte mir das Buch besorgt, weil ich das Cover sehr schön und ansprechend finde. Es ist sehr kitschig, was ich eigentlich überhaupt nicht mag (z.B. die "Plötzlich Fee" Cover), aber hier mach ich eine Ausnahme. Es hat mir auf Anhieb gefallen und passt natürlich zur Story.
Die Inhaltsbeschreibung auf dem Klappentext klang sehr interessant und seit "Purpurmond" hatte ich auch keinen Zeitreiseroman mehr in der Hand.

"Purpurmond" ist auch schon mal das richtige Stichwort. Ich bin nicht drum herum gekommen, meinen Vergleich zu beiden Büchern zu ziehen, weil sich beide schon sehr ähneln, bzw. beim Lesen von "Zeitenzauber", wurde ich oft an das Werk von Heike Eva Schmidt erinnert.
Zum einen ist das etwas Gutes, weil mir "Purpurmond" sehr gefallen hat, zum anderen auch wiederum nicht, weil man nichts Neues mehr ließt.
Trotzdem bewerte ich Zeitenzauber alleinestehend für sich selbst und kann nur sagen, das es mir gefallen hat.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich gut lesen. Die Schauplätze Venedigs werden von Frau Völler wunderbar wiedergegeben und somit war mir eine bildliche Vorstellung problemlos möglich. Eigentlich war Venedig, nie ein "Traumurlaubsziel", aber nach diesem Buch, ist die Stadt ein paar Plätze höher gerutscht.
Die Hauptperson Anna ist ein typisches 17-jähriges Mädchen. Sie sieht ziemlich gut aus und ist sehr selbstbewusst. Ein Grund, warum ich sie mag: Sie hat diese charmante Art, des "komisch sein" an sich. Was sie sagt und denkt, ist an manchen Stellen sehr lustig und hat mir des Öfteren ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ich mag diese Art von Humor sehr sehr gerne und somit hat die Autorin mich in der Beziehung schon mal auf ihrer Seite. Jetzt sitzt Anna im "Vergangenheitsvendig" fest und ist natürlich erst einmal eins: überfordert!
Wäre ich an ihrer Stelle auch. Aber das Schlimmste ist, dass sie erst zurück kann, wenn sie die bösen Machenschaften vom skrupellosen Alvise durchkreuzt.
Ist natürlich alles nicht zu einfach, daraus ist aber ein schönes Abenteuer für zwischendurch entstanden.

Sebastiano, Annas gut aussehender Retter, bleibt leider im gesamten Buch ein bisschen flach. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass er erst ab der Hälfte des Buches, zum festen Inventar gehört. Vorher bekommt man nicht viel von ihm mit.
Ich war auch etwas verwundert, dass die Liebesgeschichte, so spät ins Rampenlicht gedrängt wurde, aber ehrlich gesagt, hat es mich überhaupt nicht gestört. Man hätte auch gern darauf verzichten können, weil sie meiner Meinung nach, weniger als nebensächlich ist. Hier hat der Funke gefehlt, der Schmetterlinge verursacht. Nichts mit romantischer Liebesbeziehung.

Anna und ihr Abenteuer ist der wahre Grund, warum mir dieses Buch so zusagt. Die Idee ist gut umgesetzt und wiedergegeben. Hier und da, ein bisschen mehr Spannung hätte mir mehr zugesagt, aber dennoch ist mir das Lesen leicht von der Hand gefallen, da mich die Geschichte überzeugen konnte. Wunderbare und auch eine lustige Idee, ist die Sache mit der "Sprachsperre". Da es bestimmte Worte 1499 noch nicht gegeben hat, werden solche Begriffe direkt umgewandelt, in Worte, die damals gebraucht wurden, oder das Wort bleibt einem buchstäblich im Hals stecken. So wird zum Beispiel aus dem Wort Toilette Abtritt. Das passiert natürlich mehr als einmal.- Tolle Idee!
Fazit: Knappe 4/5 möglichen Punkten. Ein guter Zeitreiseroman, der durch die tolle Kulisse und einer charmanten Hauptprotagonistin besticht.




Kommentare:

  1. Das ist doch so unfair! Ich will das Buch schon dauernd lesen... es ist nie in der Buchhandlung zu haben... und du?! kannst es dir einfach kaufen :D SChöne Rezi :D

    Hast du Lucian eigentlich schon gelesen?

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  2. Schöne Rezi, ich habe nur 3 Punkte vergeben, weil ich die Story doch etwas vorhersehbar fand. Venedig wird in diesem Buch aber wirklich wunderbar beschrieben ;) Und ich gebe dir recht, Sebastiano ist wirklich etwas eindimensional und die Liebesgeschichte hat mich leider nicht wirklich berührt...

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  3. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  4. schon wieder Venedig? Echt der Hammer, wie viele Bücher dort spielen ;-)
    Sehr schöne Rezi...
    lg
    Steffi

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  5. Klasse Rezi!!!
    Ich hab das Buch in meine Bücherliste aufgenommen. Irgendwie klingt es total interessant. Deine Rezi bestätigt mich. *freu*

    LG
    Lilly

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  6. Eine schöne Rezension. Eigentlich hat mich dieses Buch nie so richtig interessiert, aber deine Rezi macht Lust auf das Buch.

    Liebe Grüße, Diti

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  7. Hm... mir hat Whisper besser gefallen :D aber es war ja nicht schlecht... :D und vorallem signiert

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lauft mir nach ...