Dienstag, 2. April 2013

[Rezension] Der Weg der gefallenen Sterne - Caragh O'Brien

Bildquelle
Verlag: Heyne Verlag
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
ISBN: 978-3453267435
Preis: 16,99 Euro
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Infos zum Verlag: hier






Gaia lässt Sylum hinter sich. Mit dem Großteil der Bevölkerung macht sich die junge Hebamme auf den Weg durchs Ödland. Ihr Ziel ist die Enklave. Hier wollen sie um Schutz und vor allem um Nahrung und Wasser bitten.
Doch die Tore bleiben zu. Die Verhältnisse der Bewohner innerhalb und außerhalb der Mauer haben sich verschärft und der Protektor kappt die Wasserzufuhr.
Am Ende hängt das Wohl ihres Volkes, von Gaia selbst ab, denn sie besitzt etwas, dass der Protektor mehr als alles andere haben will - perfekte Gene, um gesunde Babys zur Welt zu bringen!





Und jetzt sind wir auch schon wieder am Ende einer weiteren Trilogie. In "Der Weg der gefallenen Sterne" endet die Geschichte um die junge Hebamme Gaia. Für mich ein annehmbarer Abschluss, der zwar nicht an Band eins anknüpfen kann, aber in meinen Augen schon besser als Teil zwei ist.

Schnell war ich wieder in der Geschichte verankert. Nach ein paar Seiten "Eingewöhnung" hatte ich die meisten und wichtigsten Personen im Gedächtnis und die Geschichte konnte sich entfalten.

Die gesamte Trilogie besticht nicht unbedingt dadurch, dass sie zu den spannendsten gehört. Auch der letzte Teil bleibt dem ruhigen Schema treu.
Eigentlich lese ich ganz gerne hin und wieder diese "stille" Sorte, doch hier hätte ich mir etwas mehr erhofft. Besonders zum Ende hin, das "große" Finale, hätte ich mir etwas rasanter gewünscht. 

Dafür konnte dieses Buch auf anderer Linie punkten. Die Beziehung zwischen Leon und Gaia hat es endlich geschafft, mich ein wenig mehr mitzureißen. In Band eins war Leon einfach noch nicht so stark involviert, als dass ich die Beziehung der beiden für "stark" betitelt hätte. In Band zwei war ich dann total überfordert durch diese "Vierecksbeziehung". Gleich drei Kerle, die es auf Gaia abgesehen haben? Das war mir dann zu viel des Guten! Aber hier gibt es dann nur die beiden. Einblicke in die Gefühlswelt lassen das Zusammenspiel glaubhafter und einfach stimmiger erscheinen. Besonders mehr Einblicke in Leons Leben, lassen ihn mir sympathischer wirken. 

Gaia konnte mich ja im ersten Teil sehr überzeugen. Leider hat ihre Sympathie in der Fortsetzung ein wenig einstecken müssen. Ich konnte sie oftmals nicht verstehen und ich hatte das Gefühl, ihr Wesen hätte sich fast komplett geändert. In "Der Weg der gefallenen Sterne" ist sie immer noch nicht die "alte" Gaia, aber längst nicht so "unsympathisch". Ihr oft härteres Durchgreifen nimmt man ihr ab, weil sie jetzt die Anführerin der Gruppe ist.

Neben alten Gesichtern, wie die Brüder Will und Peter, gesellen sich auch neue Personen in die Geschichte. So lernt Gaia zum Beispiel ihre beiden Brüder richtig kennen. Alte Freunde aus Band eins begegnen ihr wieder, von denen einige sich ganz schön verändert haben - und das nicht zum Positiven.

Das Thema Genetik ist auch hier erneut der springende Punkt. Unfruchtbare Eltern, Leihmutterschaft, künstliche Befruchtung, aber auch die alt bekannten Krankheiten, wie die Hämophilie, tauchen hier erneut auf und konfrontieren den Leser mit einer doch nicht ganz einfachen Thematik. Unweigerlich haben sich mir Fragen gestellt. Wie stehe ich zu bestimmten Punkten? Wie sind meine Ansichten, zum Beispiel zum Thema Leihmutter oder künstlicher Befruchtung? Natürlich soll dieses Buch kein Debattenführer sein, aber es regt schon zum Nachdenken an.

Der Verlauf der Geschichte gestaltet sich dadurch sehr interessant und ich wollte wissen, warum denn ausgerechnet Gaia so wichtig für den Protektor der Enklave ist. Was dann im Verlauf mit ihr passiert, ist dann doch sehr erschütternd.
Das Finale hätte ich mir, wie oben schon erwähnt, etwas spektakulärer gewünscht. Dennoch schließt die Reise für mich zufriedenstellend ab.

Der Schreibstil der Autorin bleibt sich in allen drei Bänden treu und so hatte ich auch im finalen Teil, keine Probleme. Flüssig und zügig konnte ich mir einen Weg durch die Seiten bahnen.




"Der Weg der gefallenen Sterne" ist für mich ein zufriedenstellender Abschluss der Trilogie. Fans der ersten beiden Teile werden auch hier glücklich werden. Ein wenig mehr Spannung und ein rasanteres Finale hätte ich mir schon gewünscht, dafür konnte das Buch auf anderen Ebenen mehr überzeugen, als seine Vorgänger. Ich vergebe knappe 4/5 möglichen Punkten!





Kommentare:

  1. Dein neues Design der Rezis ist toll :) Hier habe ich nur das Fazit gelesen, da ich die Reihe irgendwann auch unvoreingenommen selber lesen möchte :)

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  2. mir gefällt das neue Design auch wirklich gut. Und eine sehr gute Rezi.

    Ich habe dich für einen Blogaward nominieret. http://catas-welt.blogspot.de/

    lg Caterina

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  3. Ich weiß noch nicht, ob ich die Reihe jemals lesen werde, freue mich aber für dich, dass du endlich eine Reihe beendet hast und das Ende auch noch gut war ;) <3

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  4. Danke, Plumblossom! :) Es war unbedingt Zeit für eine "kleine" Änderung^^
    Dir auch vielen Dank, Caterina!! :)
    Haha, ja.....im Großen und Ganzen war die Reihe wirklich nicht schlecht!!:)
    LG Jan

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  5. Nun bei so Sachen bin ich erst einmal in Wartestellung..

    LG..Karin...

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  6. Ich haette mir den 3. Teil spannender vorgestellt... vor allem länger!
    Oft erschien mir vieles unlogisch z.B. Gaia findet ihren Bruder ... verartztet ihn und widmet sich wieder ganz Leon? Außerdem nervte mich irgendwann deren Beziehung. Meiner Meinung nach währe Will eine bessere Entscheidung gewesen auch wenn von Anfang an klar war ,dass Gaia mit Leon zusammen kommt. Das war eine große Enttäuschung für mich:( Der dritte Teil ist in meinen Augen bis jetzt der schlechteste.

    Trotzdem klasse Blog! :)

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  7. Hallo Jan,
    danke für die Rezension. Ich habe erst vor wenigen Tagen den ersten Band auf meinem Blog rezensiert, der mir wirklich ziemlich gut gefallen hat. Mit deiner Aussage zum zweiten Band wegen eines Liebesvierecks (!!!!!) machst du mir gerade ein bisschen Angst, aber ich bin froh, dass dir der dritte Band dann doch wieder besser gefallen hat und Gaia und Leon sich auf sich konzentrieren können. Ich bin schon gespannt, was mit Gaia noch so erschütterndes passiert, wobei ich auch ein wenig Angst davor habe, es zu wissen^^
    Jedenfalls eine gelungene Rezension.

    Liebe Grüße,
    KQ von Kaugummiqueens Bücherstube

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  8. KQ, vieln Dank! :)
    Ja, Band 2 war jetzt nicht schlecht, aber die Beziehungskiste und vor allem Gaias Charakterwandlung haben mir überhaupt nicht zugesagt! :)
    Aber vielleicht wird es dir ja gefallen! :)
    LG Jan

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  9. Hallo Jan,

    toll beschrieben. Gaia war für mich teilweise nahe an der Schmerzgrenze. Ich konnte ihr Handeln mitunter gar nicht nachvollziehen. Insgesamt war es aber ein passender Abschluss dieser Trilogie :-)

    LG

    Kay

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lauft mir nach ...