Montag, 21. April 2014

Klammroth - Isa Grimm [Rezension]

Bildquelle
Verlag: Bastei Lübbe 
Taschenbuch: 336 Seiten
ISBN: 978-3785761076
Preis: 14,99 Euro
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Klammroth, ein idyllisches Plätzchen erfährt je ein unheilvolles Grauen, als sich im Bergtunnel eine schreckliche Katastrophe ereignet. Bei einem Busunfall sterben viele Kinder. Danach ist das Dorf nicht mehr wiederzuerkennen. Jahre später traut sich Anais, die damals das Unglück überlebt hat, zurück an den Ort, an dem sie alles verloren hat. Ihre Stiefmutter wurde tot aufgefunden und bei Anais schleichen sich Gefühle ein, die sie nicht an einen natürlichen Tot ihrer verhassten Stiefmutter glauben lassen. Etwas regt sich in den Schatten des düsteren Dorfes, in der Finsternis des Tunnels und Anais muss sich den Qualen ihrer Vergangenheit stellen.


"Klammroth" verspricht auf den ersten Blick vor allem eines zu sein - unheimlich. Schon der Klappentext lässt dieses schaurige Gefühl aufkommen und hat mich letztendlich doch neugierig gemacht, auch wenn das Debüt von Isa Grimm auf den zweiten Blick eigentlich nicht zu meiner üblichen Beute gehört. Letztendlich wird das Buch sicherlich seine Anhänger finden, aber ich gehöre nicht unbedingt dazu. Das Buch war wirklich nicht schlecht und ich mochte vor allem die Stimmung in "Klammroth", jedoch konnte mich das Gesamtpaket nicht vollkommen überzeugen.

Der Einstieg in das Buch hat mir noch gut gefallen, auch wenn ich schnell gemerkt habe, dass die Protagonistin Anais bei mir keine guten Chancen haben wird. Es viel mir wirklich schwer, eine Verbindung zu ihr auszubauen. Aber dieses Problem habe ich erst einmal beiseitegeschoben, weil ich vermutet habe, dass die Geschichte eben eine der düsteren ist, die nicht von den Sympathien der Hauptperson profitieren muss. Die Handlung nimmt auch schnell an Schwung auf und plötzlich war ich zusammen mit Anais auch schon in Klammroth. Dabei versteht es die Autorin wirklich gut, direkt eine Grundstimmung aufzubauen, die sich nur selten unterbrechen lässt. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende in dunkles Licht getaucht, als würde die Handlung nur bei Nacht spielen. Das hat mir sehr gut gefallen, weil ich die Atmosphäre einfach gerne mag.


Leider hat sich die Geschichte für mich dann etwas verloren. Ich hatte das Gefühl, die Autorin hat versucht von allem etwas in die Handlung einzubauen. Zeitweise erinnert der Roman an einen Krimi, dann springt die Stimmung wieder in die schaurige Sparte. Zum Ende hin wird es dann ganz brutal und die Horror-Phase wird eingeleitet. Gelegentlich wird die Handlung dann mal ruhiger und wirkt dann wiederum schon etwas zu ruhig. Ihr merkt schon, ein großes Gewusel und ich konnte mich nur schwer auf die Handlung einlassen.

Schade, dass mich auch die Protagonistin nicht wirklich mitreißen konnte. Anais wirkt zwar interessant gezeichnet und ihr Hintergrund gekoppelt im Zusammenhang mit Klammroth hat schon gut gepasst, auch mochte ich die Rückblenden aus der Zeit ihrer Jugend, jedoch hatte sie einfach nicht die Art an sich, die sie mir sympathisch gemacht hat. Manchmal hat man einfach nicht den Draht, den man gerne hätte, auch wenn die Person eigentlich überhaupt nicht negativ auffällt. 

Das hört sich bisher ja alles ganz und gar nicht gut an und so schlimm war es auch nicht. Das Buch lässt sich gut lesen und hatte hier und da auch seine Momente, dich ich richtig gerne mochte, aber insgesamt war es einfach nicht mein Fall. Besonders habe ich das auf der Zielgeraden bemerkt. Es wird zwar schön blutig, jedoch empfand ich die ganze Auflösung als zu gewollt. Hauptsache es fliest Blut - im Zusammenhang mit dem Rest der Geschichte hat das nicht so ganz für mich gepasst.



Es gibt die Sorte Bücher, bei denen man denkt, dass ein Versuch nicht schaden könnte, man im Endeffekt dann aber doch merkt, dass es nichts für einen ist. "Klammroth" ist so ein Buch für mich. Es wird sicher seine Anhänger finden, mir persönlich war die Handlung aber zu "gewürfelt" und ich konnte mit der Protagonistin nicht viel anfangen. Die düstere Stimmung hat mir gefallen und das Buch hat seine Momente, im Gesamtpaket war es aber einfach nicht mein Fall.



Ich vergebe

6/10 
Punkten


Kommentare:

  1. Ich habe ja schon befürchtet, dass du Klammroth nicht ganz so toll finden wirst, da es mir mit Sicherheit ganz genau so gehen würde. Das ist absolut kein Buch für mich^^.

    Deine Rezi ist aber natürlich trotzdem super <333

    Küsschen, Ally

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  2. Danke, Ally! :)
    Ja, es klingt echt nicht schlecht und das war es auch nicht, nur einfach nicht meins! :)

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  3. Deine Rezi trägt ungrmein dazu bei, dass ich dieses Buch noch "dringender" lesen möchte xD Achherrje..Na ich lass mich mal überraschen. Toll beschrieben! <3

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  4. Vielleicht wirst du es ja mehr mögen, Shanem. Du magst es ja auch gerne düster und vielleicht kommt du besser mit Anais klar - dann wirst du es bestimmt einfacher haben! :) <3

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  5. Tjaa jaaa....es klingt schon wirklich spannend und düster ist ja auch sehr mein Gebiet, aber nach deiner Rezi würde ich mal meinen, dass es nichts für mich ist. Das ist so toll, weil ich nämlich sowieso bald in meinem SuB ersticke. xD
    Sehr gut beschrieben!!! :)

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  8. Ich kann mich deiner Meinung zu Klammroth voll und ganz anschließen - ich hatte irgendwie etwas völlig anderes erwartet und irgendwie hat es mich nicht wirklich in den Bann ziehen können. Allerdings fand ich den Schreibstil sehr schön :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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  9. Na wenigstens noch jemand dem das Buch nicht so wirklich gefallen hat. Ich musste mich im letzten Video des Monatsgebrösel April echt beherrschen :D. Rezensieren darf ichs noch, wird aber nicht gut wegkommen. Ich sehs wie du: Sehr zusammengewürfelt und die Protagonistin war auch nicht mein Fall. Schön beschrieben, kann man was mit anfangen.

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lauft mir nach ...