Dienstag, 17. Juni 2014

Dorothy Must Die - Danielle Paige [Rezension]

Bildquelle
Verlag: HarperCollins 
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
ISBN: 978-0062280671
Sprache: Englisch
Preis: 12,93 Euro
Sprachlicher Schwierigkeitsgrad: Mittel
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Amy ist eine typische Außenseiterin, die zusammen mit ihrer lethargischen Mutter in einem Wohnmobil lebt. Genau darin befindet sich Amy gerade, als ein gewaltiger Wirbelsturm aufkommt und sie mitsamt "Haus" in die Lüfte abhebt. Amy sieht sich schon so gut wie tot - doch es kommt alles ganz anders. Das junge Mädchen findet sich in einer fremden Umgebung wieder, die ihr doch so bekannt vorkommt. Oz ist immer noch so fantastisch, wie sie es aus den Geschichten kennengelernt hat, doch jetzt hat sich ein dunkler Schatten über das Land gelegt. Ozma hat ihr Zepter abgegeben - an niemand Geringeres als an Dorothy. Die hat sich jedoch gewaltig verändert ...



Ein Buch über Oz? Das MUSSTE ich früher oder später ja lesen. Ich bin ein absoluter Fan. "Der Zauberer von Oz" ist eins meiner allerliebsten Kinderbücher. Ebenso "Wicked - Die Hexen von Oz" habe ich verschlungen und geliebt. Und "Dorothy Must Die"? Der Titel sagt ja eigentlich schon alles! Oz mal etwas anders und gerade darauf war ich total gespannt! Im Endeffekt bin ich ein kleines bisschen enttäuscht, aber fangen wir doch von vorne an.

Ich mochte den Start in die Geschichte sehr gerne. Schnell tauchen wir in das Leben von Amy ein, die doch die typische Rolle einer Außenseiterin spielt. Zusammen mit ihrer Mutter, die sich augenscheinlich nicht für ihre Tochter interessiert, lebt sie in einem Wohnmobil. Schon nach kurzer Zeit bringt uns die Autorin aber schon in die Welt von Oz und mir hat das anfängliche Tempo gut gefallen. Auch das "neue" Oz hat es mir gleich angetan. Ich habe auf eine düstere Stimmung gehofft und das hab ich mit dem veränderten Zauberreich auch bekommen. Es gibt eine neue Herrscherin und die hat nichts Gutes im Sinn. Dorothy ist aus Kansas zurückgekommen und hat die Macht ergriffen und will nun die komplette Magie des Landes für sich alleine beanspruchen. Es gibt einige Wenige, die sich gegen Dorothy stellen und Amy als die Auserwählte sehen. Amy wird auf ein ganz bestimmtes Ziel trainiert. Sie soll sich Dorothy stellen und sie schlussendlich töten.

Ab dem Punkt, an dem die Vorbereitungen beginnen und Amy das Kämpfen erlernt, wird das Buch leider ganz schnell langweilig. Meiner Meinung nach hat Frau Paige viel zu viel Zeit darauf verschwendet, das Augenmerk auf das Training zu legen. So begleitet sie der Leser beim Kampftraining oder wie sie Stück für Stück lernt, mit der Magie umzugehen. Es wird viel geredet, viel geplant, aber spannend wird es dabei leider nicht. Ab einem Punkt ändert sich das zum Glück und das Buch rutscht wieder etwas mehr in die Richtung, die ich von Anfang an erwartet habe. Mehr und mehr vertraute Figuren tauchen auf. Die Veränderungen des Löwen, der Vogelscheuche und des Zinnmannes sind genial. Alles sind sie jetzt böse und stehen hinter Dorothy. In der Inhaltsangabe wird ja ganz groß angekündigt, was Amy alles zu tun hat und ich habe mich richtig auf ein Blutbad gefreut. Mir scheint auch nicht, dass die Autorin in der Beziehung zimperlich ist, denn es gibt einige Stellen, die ziemlich düster und blutig beschrieben werden. Aber die vorher angekündigten Aufgaben werden überhaupt kein bisschen in die Tat umgesetzt!

Ebenfalls ein großer Anreiz dieses Buch zu lesen, war der Fakt, dass ich mal wieder Lust auf einen Einzelband hatte. Das ist aber nicht der Fall und ich war am Ende richtig erstaunt, als es dann auf einmal mitten im Geschehen aufhört. Mir hat das letzte Drittel aber gut gefallen, auch, wenn die erhofften Taten nicht folgen, so setzt die Autorin die Geschichte spannend um. Einen Minuspunkt hingegen bekommt die Autorin für Dorothy. Für mich war sie nicht das personifizierte Böse, wie sie im Verlauf der Geschichte angepriesen wurde. Vielmehr ein störrisches, kleines Schulmädchen, das nicht bekommt, was es will. In dieser Beziehung erwarte ich in der Fortsetzung einfach mehr und hoffe, dass ich das auch bekomme. Oz steckt einfach an und ich möchte gerne wieder dorthin zurück!


"Dorothy Must Die" ist definitiv kein schlechtes Buch und als Fan von Oz hatte die Geschichte noch einen ganz besonderen Reiz für mich. Ich mochte die düstere Seite des Zauberreichs sehr gerne und auch die Wandlung der meisten bekannten Figuren waren toll. Nach dem gelungenen Start ist die Handlung aber leider etwas langweilig und unspektakulär geworden. Zum Ende hin kann die Autorin das Ruder aber wieder rumreißen, auch wenn einige Taten unvollendeter Dinge bleiben. Da es sich bei "Dorothy Must Die" erstaunlicherweise doch nicht um einen Einzelband handelt, werde ich vermutlich auch zur Fortsetzung greifen, dafür reizt mich das Setting einfach zu sehr! 

Ich vergebe

6/10 
Punkten


Kommentare:

  1. Na, das klingt ja nicht ganz so begeistert :)
    Wenn es zwischenzeitlich echt so an Spannung verliert, ist das ja mal doof. Ich erwarte mir nämlich recht viel von dem Buch xD
    Mal schauen wie es mir gefallen wird :D

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  2. Hab grad schon bei Goodreads gesehen, dass du es jetzt am lesen bist - hoffentlich bleibst du da jetzt mal aktiver xD
    Und ja, zweitweise war es echt boring, aber stellenweise auch richtig gut. Eben so nen Mix! :D
    Viel Spaß mit Amy und ihrer Ratte! :)

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  3. Och Mensch Jan, ich hatte genau dasselbe Problem wie du :-/ Der Start war klasse, dann bis sie den Wicked Orden trifft auch noch interessant und dann down the drain -.- Ich hab mich so gelangweilt und musste mich richtig aufraffen weiterzulesen. Erst kurz vor Ende kam wieder Action in die Bude, aber irgendwie war das "Ergebnis" vorhersehbar. Ich werd wohl mal abwarten, was du zum zweiten Band sagen wirst...

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  4. Ich fand es zeitweise auch echt etwas zum Einschlafen! :D
    Ich denke Band 2 werde ich mir noch vornehmen, dafür LIEBE ich Oz einfach zu sehr! :D
    LG Jan

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  5. Alles klar, dann mach ichs von deinem Urteil abhängig Jan ;)

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lauft mir nach ...