Dienstag, 29. Juli 2014

Happy End erwünscht? [Montagsfrage]





Da hat sich die Nina von Libromanie eine wirklich interessante Frage ausgesucht, wie ich finde. Ehrlich gesagt habe ich mir bis jetzt auch wenig Gedanken über das Ende eines Buches gemacht. Entweder es passte oder eben nicht! Aber woran lege ich das fest? An einem Happy End ganz bestimmt nicht. Ohne Frage, ich finde es schön, wenn eine Geschichte gut ausgeht. Ein Paar findet zusammen. Der Bösewicht wird besiegt. Ein Krieg wird beendet. Glück und Hoffnung sind abschließende Emotionen und wer findet so etwas schon doof? :D Nichtsdestotrotz brauche ich kein Happy End und manchmal ist ein glückliches Ende auch ein unangebrachtes Ende. Das hört sich jetzt vielleicht etwas grausam an - aber ich lese immerhin noch eine Geschichte, meist Ausgedachtes. Fiktion. Da ist es schon realitätsnah, wenn mein geliebter Protagonist am Ende doch noch stirbt, weil eben ein Krieg herrscht oder das vergötterte Paar auseinandergerissen wird, weil so etwas eben passiert.

Und wenn wir mal ehrlich sind. Traurige Bücher brauchen doch auch ein trauriges Ende. Jemand stirbt an einer Krankheit oder kommt durch einen plötzlichen Unfall ums Leben und wir heulen uns die Seele aus dem Leib und am Ende sind dann trotzdem alle unglaublich glücklich? Nein, das würde für mich nicht passen. Vielleicht gibt es einen kleinen Funken, der das Ende rührend macht, aber man ist trotzdem noch traurig - aber irgendwie gut traurig. Weil diese Emotion ja auch etwas in einem bewegt. Ich mag auch offene Enden, wenn man dann aber auch wirklich noch erahnen kann, wie die Geschichte vielleicht höchstwahrscheinlich geendet hätte. Ein gutes Beispiel ist hier zum Beispiel Requim (auch wenn viele es nicht mochten). Im ersten Moment überwiegt vielleicht der Schock, weil alles so abrupt beendet wurde, aber nach kurzem "sacken lassen" passt das Gesamtbild dann doch. 

Ein Happy End ist also keine schlechte Sache, aber nur? Nein, das wäre mir zu langweilig! ;) 

Kommentare:

  1. Da stimme ich dir zu. Manchmal sind Happy Ends einfach nur langweilig und vorhersehbar. Hauptsache das Ende passt zum Buch.

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  2. Stimmt. Es muss nicht immer glücklich enden. Dann würde das Lesen auf Dauer auch langweilig werden, weil vorhersehbar. Und manche Bücher würden mit einem Happy End einfach nicht funktionieren. Natürlich kommt es auch auf das Genre eines Buches an. Glückliches Ende: Sehr gerne, aber nicht immer. :-)

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  3. Halli hallo

    Absolut für mich muss das Ende einfach zur ganzen Geschichte passen es muss rund und vor allem authentisch sein.
    Ein sehr gutes Beispiel " Dark Destiny" ein Aufschrei ging durch die Leserwelt, dass kann die Autorin doch nicht machen gibt es noch einen dritten Band usw....
    Für mich persönlich hat dieses Ende einfach zu N. als Charakter gepasst und damit basta!

    Toller Beitrag!
    Liebe Grüsse Bea

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  4. "Irgendwie gut traurig" - das hast du schön gesagt, damit triffst du das Ende von traurigen Büchern auf jeden Fall auf den Punkt!!!

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  5. Kann ich dir nur zustimmen Jan! Kommt einfach ganz auf das Buch darauf an, ob es dazu passt, ob es stimmig ist und ob man vielleicht doch etwas völlig anderes machen sollte ;)

    Liebe Grüße,
    Tina

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  6. Ich hätte spontan ja gesagt, dass ich ein HEA haben muss, aber wie du sagst - bei manchen Geschichten passt das gar nicht so und wenn sich der Autor/die Autorin mal für einen anderen Weg entscheidet und das gut umsetzen kann, dann ist das viel besser, als ein halbherziges Happy End!

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  7. ich find es immer gut, wenn ein buch mal kein happy end hat, aber ab und zu ist ein happy end doch ganz schön :)
    lg Callie

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lauft mir nach ...