Samstag, 9. August 2014

Der unvergleichliche Ivan - Hüter der Erinnerung - Fünf [Three in One]



Ich muss jetzt nicht unbedingt jedes Buch rezensieren, aber manchmal will man dann doch ein, zwei Worte über das Werk sagen. Für eine komplette Rezension fehlt mir dann aber oft die Zeit und gelegentlich auch die Lust und manchmal gibt es eben einfach nicht so viel, was man erzählen könnte! :P :D


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Darum geht's:

Ivan, ein Silberrücken-Gorilla, lebt in einer heruntergekommenen Zirkus-Mall. Sein Leben im Dschungel vermisst er kaum. Stattdessen denkt er an seine Freunde: die alte Elefantendame Stella, den herrenlosen Hund Bob und Julia, die kleine Tochter des Tierpflegers. Ivans großes Hobby ist die Kunst: Er überlegt, wie er den Geschmack einer Mango oder das Rauschen der Blätter in Farben und Linien festhalten kann …
Doch als mit Ruby, dem Elefantenbaby, eine neue Attraktion in die Mall kommt, wird Ivan aus seiner Lethargie gerissen. Und schließlich liegt es an ihm, durch seine Kunst für seine Freunde und sich alles zum Besseren zu wenden. Text -& Bildquelle

Meine Gedanken:

Ich wusste einfach, dass mir "Der unvergleichliche Ivan" gefallen wird, ich hatte es irgendwie im Gefühl. Dass ich schlussendlich aber so begeistert sein werde, hätte ich dann doch nicht vermutet. Auf den ersten Blick würde dieses Buch vielleicht als Kindergeschichte durchgehen und zeitweise erinnert Applegates Geschichte auch daran. Sie erzählt und beschreibt sehr nüchtern, einfach und sehr bildlich. Ihre Worte sind aber absolut stark und treffen mit voller Wucht auf den Leser ein und ich war von der ersten Seite absolut fasziniert, mitunter kann es aber auch ziemlich brutal werden. Die Geschichte ist einfach grandios. Freundschaft, Liebe, Verlust, Trauer, Mut - alles wird so wunderbar thematisiert. Die Charaktere sind so liebevoll gezeichnet - allen voran Gorilla Ivan, aber auch Stellas Schicksal ist total berührend. Auch wenn die Geschichte nachdenklich stimmt, so ist es zum Ende hin einfach ein totales "Das Leben ist schön"- Buch! Ich habe jede Seite geliebt!

Ich vergebe

10/10
Punkten

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Darum geht's:

Jonas lebt in einer Welt ohne Not, Schmerz und Risiko. Alles ist perfekt organisiert, niemand muss sich über irgendetwas Sorgen machen, sogar die Berufe werden zugeteilt. Als Jonas Nachfolger des »Hüters der Erinnerung« werden soll, beginnt er eine Ausbildung beim alten Hüter. Und hier erfährt er, welch hohen Preis sie alle für dieses scheinbar problemlose Leben zu zahlen haben. Jonas' Bild von der Gesellschaft, in der er lebt, bekommt immer mehr Risse, bis ihm klar wird, dass er seinen kleinen Pflegebruder Gabriel diesem unmenschlichen System keinesfalls ausliefern möchte. Es bleibt ihm nur die Flucht - ein lebensgefährliches Unterfangen ... Text -& Bildquelle

Meine Gedanken:

Wieder so ein Buch, das Ewigkeiten ungelesen im Regal stand. Aus einer spontanen Laune heraus habe ich dann doch zugegriffen. Ist ja auch ziemlich dünn. Natürlich hat mich der Trailer zum bald erscheinenden Kinofilm zusätzlich angespornt. Ich war sehr gespannt darauf, wie der Autor die dystopische Welt kreiert hat - das Buch hat ja schon viele Jahre auf dem Buckel und wer weiß, wie damals der Blick in die Zukunft ausgesehen hat. Ich habe aber schon sehr bald gemerkt, dass Lowry diesen Bereich sehr wage ausschmückt. Jonas Welt ist eigentlich nur seine kleine Stadt. Was darüber hinaus ist, weiß er nicht und auch der Leser bekommt nur das Wissen mit, das Jonas vergönnt ist. Anders, als in anderen Dystopien, bleibt das Leben in der Gesellschaft ziemlich ungefährlich. Wer sich an die Regeln hält, wird auch nicht bestraft. Im schlimmsten Fall wird man der Stadt "verwiesen". "Der Hüter der Erinnerung" startet gemächlich und Protagonist Jonas erfährt erst Stück für Stück, wie die Welt früher wirklich getickt hat. Die Momente, in denen er die Erinnerungen bekommen hat, waren für mich Highlight der Geschichte. Das Buch ist überhaupt nicht mit Spannung geladen, trotzdem konnte es mich irgendwie packen. Weniger zufrieden war ich mit dem Ende. Viel zu offen, viel zu viele Fragen bleiben unbeantwortet und soweit ich schon herausgefunden habe, ist die Fortsetzung nicht direkt die Geschichte von Jonas. Doof, aber ich will "Auf der suche nach dem Blau" trotzdem lesen, vielleicht fügt sich am Ende der Reihe ja alles zusammen! :)

Ich vergebe

7/10
Punkten

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Darum geht's:

Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. An der bezeichneten Stelle wartet ein grausiger Fund: eine Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und ein Rätsel, dessen Lösung zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. In einer besonders perfiden Form des Geocachings, der modernen Schnitzeljagd per GPS, jagt ein Mörder das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger von einem Leichenteil zum nächsten. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, und die Morde geschehen immer schneller. Den Ermittlern läuft die Zeit davon, sie ahnen, dass erst die letzte Station ihrer Rätselreise das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird...


Meine Gedanken:

Bei "Fünf" war es auch nur eine Frage der Zeit, bis ich es lesen würde. Ursula Poznanski ist schon Grund genug und meine absolute Lieblingsautorin. Ihrem ersten Erwachsenen-Roman bin ich aber etwas skeptisch gegenüber getreten. Ein Thriller, der sich eher wie ein Krimi anhört? Nicht unbedingt so ganz mein Genre und das habe ich dann auch im Verlauf der Geschichte gemerkt. Stilistisch ist das Buch wieder herausragend. Ich mag einfach Frau Poznanskies Stil unheimlich gerne. Auch die Charaktere sind authentisch gezeichnet. Protagonistin Beatrice wirkt sympathisch und ist mit genügend Tiefe versehen. Was mir weniger gefallen hat, ist der "typische" Ablauf der Geschichte, der für mich schnell an Reiz verloren hat. So waren gut 3/4 der Handlung zwar interessant geschrieben, aber auch nicht unbedingt absolut mitreißend. Ermitteln, Anhaltspunkte, einen Schritt vor, zwei zurück usw. Die Idee mit dem Geocaching ist toll und der Fall dahinter interessant ausgearbeitet. Die Auflösung hat mir auch absolut gefallen und total überzeugt und hat meine Wertung dann nochmal etwas gehoben. Vielleicht wird "Blinde Vögel" auch einen Weg zu mir finden - schon allein, weil es ein Poznanski ist! :)

Ich vergebe

7/10
Punkten

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