Mittwoch, 10. September 2014

Emily lives loudly - Tanja Voosen [Rezension]

Bildquelle
Verlag: Impress
Format: Kindle Edition
Preis: 3,99 Euro
Direkt kaufen: Amazon, Verlag




Emily möchte sich gerne mit einem Film an der Kunsthochschule bewerben. Doch ihr erster Entwurf wird gleich abgelehnt. Aber Emily gibt so schnell nicht auf und lässt sich etwas Verrücktes einfallen. Ihr neuer Film soll die Klischees der Liebe ein wenig aufs Korn nehmen und sie will darin die Hauptrolle übernehmen. Thema: Verliebe dich in den besten Freund deines Bruders. Das klingt alles nicht so schwer, aber Emily muss bald feststellen, dass nicht immer alles so läuft, wie sie es sich vorgestellt hat und ehe sie sich versieht, versinkt alles in Trouble ...


"Emily lives loudly" fällt so überhaupt gar nicht in mein Beuteschema. Kein Bisschen und doch habe ich mich überreden lassen, der Geschichte eine Chance zu geben. Contemporary ist nicht mein Genre (es sei denn, die Geschichte ist traurig) und das wird auch wahrscheinlich weiterhin so bleiben, dennoch konnte mich das Buch überraschen und zwar positiv.

Die Geschichte lässt sich wunderbar einfach lesen. Der Stil der Autorin hat mir gleich super gefallen. Frau Voosen schreibt schnörkellos und mit ganz viel Witz und Humor, was ganz einfach der allergrößte Pluspunkt der Geschichte ist. Ehrlich, es gab Szenen, bei denen hätte ich mich wegschmeißen können vor Lachen, weil der Humor total meinen Geschmack trifft. Das Buch wird aus der Perspektive von Emily erzählt, die durch Blogeinträge direkt an den Leser berichtet. So ist die Nähe zur Protagonistin immer gegeben und mir viel es nicht schwer, sie auf Anhieb zu mögen.

Emily ist aber auch zum Schießen! Absolut verrückt, sarkastisch, verpeilt und hat immer einen super Spruch auf den Lippen. Brick, ihr auserwähltes Opfer war leider das komplette Gegenteil und ich fand ihn absolut langweilig. Die Stellen mit ihm hätte ich am liebsten direkt übersprungen. Aber es gibt ja noch Austin. Austin ist der typische Bad Boy und das bedeutet eigentlich, dass ich ihn automatisch hassen müsste. Aber dem war nicht so. Zuerst hatte ich ihn nur für eine Randfigur gehalten, der einen kurzen Auftritt bekommt. Ich fand ihn einfach genial und habe die Chemie zwischen ihm und Emily direkt gespürt. Ich war so glücklich, als er dann doch mehr und mehr Raum bekommen hat, weil die beiden so dermaßen super zusammenpassen. Auf den ersten Blick sie die zwei wie Pech und Schwefel, aber man merkt schnell, in welche Richtung man gezogen wird und wie die Geschichte in der Beziehung vermutlich enden wird. Das hat mich aber weniger gestört.

Ich hatte das Gefühl, dass das eigentliche Thema, der Film, des Öfteren aus den Augen verloren wurde. War jetzt für mich nicht so schlecht, weil dadurch Brick nicht ganz so in den Mittelpunkt gerückt ist, aber ich glaube das hätte Austin auch gar nicht zugelassen. Jedenfalls ist Geschichte an sich sehr locker und fluffig und macht die meiste Zeit Spaß. Emily und Austin sind gut ausgearbeitete Charaktere, die Nebenfiguren wirken alle ziemlich blass. Ein bisschen Schade, da besonders die besten Freundinnen von Emily Potenzial haben.

Zum Ende hin bekommt die Geschichte noch eine Prise Ernsthaftigkeit durch eine Entwicklung, die mir so an sich ganz gut gefallen hat, wenn auch die Zusammenhänge schon sehr "zufällig" erscheinen. Alles in allem habe ich "Emily lives loudly" aber gerne gelesen. Für Fans des Genres sicher noch heißer geliebt, als von mir, aber letztendlich bin ich wirklich positiv überrascht worden.


Wer Contemporary mag, der wird "Emily lives loudly" wahrscheinlich mögen. Ich, ein absolut unerfahrener Leser in diesem Genre, konnte positiv überrascht werden. Besonders der Humor ist erstklassig und trifft genau meinen Geschmack. Ebenso die Protagonistin Emily und ihr Gegenspieler Austin haben mir sehr gefallen. Hier und da gab es Augenblicke, die mich nicht so mitreißen konnten und ein, zwei andere Schwachpunkte habe ich zu verbuchen. Über den Daumen gepeilt aber ein empfehlenswertes Buch, bei dem vor allem der Spaß im Vordergrund steht.

Ich vergebe
7/10 
Punkten


Kommentare:

  1. Guten Morgen :)

    Bisher klang das Buch für mich auch eher immer nach einem, das ich so nicht lesen würde. Da es dir aber hier wohl ähnlich ging, wird es jetzt wohl mal eine Überlegung wert sein, ob ich das Buch nun lese oder nicht ;)

    Liebe Grüße
    Maura
    http://emotional-books.blogspot.de/

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  2. Ein Versuch ist es definitiv wert, Maura! :D
    Wie gesagt, der Humor ist erstklassig! :)
    LG Jan

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  3. Hallo jan :)

    Ich lese das buch auch gerade, da ich mich gestern für nichts anderes entscheiden konnte und das cover recht witzig fand (erwarte demnächst eine größere buchbestellung, da wollte ich jetzt nichts größeres mehr beginnen). Ist rein inhaltlich auch normalerweise nicht ganz meins, aber ab und an versuche ich neues :D

    Was bezeichnest du konkret als 'contemporary'? Mir war der begriff nämlich neu. Zählen da mehr zeitgenössische, 'realistische' YA dazu?

    Liebe grüße
    Misty

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  4. Hey Misty! :)
    Du erklärst es schon ziemlich passend. Für mich ist das Gegenwartsliteratur und die lese ich eben total selten und wenn dann auch nur, wenn ich weiß, dass es total traurig angehaucht ist, wie z.B. "Tanz auf Glas" oder auch "Wunder" :D
    LG Jan

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  5. Danke, Jan! Danke, dass du dem Buch ne Chance gegeben hast und natürlich auch für die Rezi :D

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  6. Mir geht es auch so, dass es eher weniger mein Beuteschema ist. Deshalb hatte ich mich damit bisher auch noch zurückgehalten ;) Ich warte noch darauf, dass ich in der richtigen Stimmung dazu bin^^

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lauft mir nach ...