Dienstag, 26. Mai 2015

Mit jedem neuen Tag - Marc Levy [Rezension]


Verlag: Blanvalet Verlag
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
ISBN: 978-3764505295
Originaltitel: Si c'était à refaire
Preis: 19,99 Euro
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Der hochkarätige und erfolgreiche Journalist Andrew Stilman, der bald heiraten wird, lernt eines Abends in einer Bar in Manhattan eine wunderschöne Frau kennen. Als er ein paar Wochen später, am 9. Juli 2012, wie jeden Tag joggen geht, wird er von hinten angegriffen. Das Letzte, was er spürt, bevor er zusammenbricht, ist ein durchdringender Schmerz im Rücken. Als er wieder aufwacht, schreibt man den 9. Mai 2012 – zwei Monate vor seiner Hochzeit, zwei Monate, bevor er seiner Frau das Herz brach. Von nun an hat er sechzig Tage, um seinen Mörder zu finden, sein Schicksal zu verändern – und die Liebe seines Lebens zu retten … Text -und Bildquelle


"Mit jedem neuen Tag" von Marc Levy ist eine dieser Neuerscheinungen, auf die ich mich unheimlich gefreut habe. Ich habe seine Bücher immer sehr gerne gelesen, und nachdem mich "Wer Schatten küsst" so umgehauen hat, musste ich mich einfach an seinem neuen Werk versuchen.

Mit den Geschichten von Levy verbinde ich immer eine ordentliche Portion an Emotionen. Es gab immer diese Momente in den Büchern, in denen man hätte in Tränen ausbrechen können, weil der Autor gefühlstechnisch einfach alles rausgeholt hat. In seinem neuen Buch habe ich das nicht gespürt, aber wenn ich ehrlich bin, habe ich das auch nicht unbedingt vermisst. Natürlich bin ich mit der Erwartung in die Geschichte gestartet, dass mir dieser "Emotionsschock" wieder irgendwann in der Handlung begegnet, ich habe aber schnell gemerkt, dass Herr Levy seinen Schwerpunkt dieses Mal auf ganz andere Eigenschaften gesetzt hat und ich kann nicht behaupten, dass mir das nicht gefiel.

Wenn man mal den Klappentext berücksichtigt, dann kann man schon erahnen, dass der Autor evtl. Anlagen eines Krimis/Thrillers mit in die Handlung einbaut, bzw. sehr viel Wert auf diese Punkte setzt. Das Buch startet damit, dass wir den Angriff auf Andrew durch die Augen des Täters sehen - es wird aber nicht zu viel verraten. Nach diesem kurzen Prolog setzt die Handlung einige Zeit davor an. Wir wissen also, wie, wann und wo der Angriff stattfinden soll und begleiten den ahnungslosen Andrew auf seinem Weg. Im Gegensatz zum Protagonist, ist der Leser ab diesem Zeitpunkt natürlich auf der Hut und behält die Leute aus Andrews Umgebung genauestens im Auge. Das hat für mich auch den Reiz der Geschichte ausgemacht – man spielt zuerst selbst Detektiv, um dann hinterher gemeinsam mit Andrew auf Spurensuche zu gehen, nachdem er urplötzlich nach der Attacke einige Monate in der Vergangenheit erwacht. Zu viel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, es sei aber gesagt, dass die Handlung sich vertieft und Wege geht, die ich auf den ersten Blick nicht vermutet hätte. Ich für meinen Teil hatte Spaß mit der spannenden Handlung.

Hauptfigur Andrew ist an und für sich ein gut ausgearbeiteter Charakter, der mich aber nicht immer überzeugen konnte. Mindesten zwei Mal musste ich den Kopf über ihn schütteln, weil er sich plötzlich so merkwürdig verhalten hat. Das hat so überhaupt nicht in sein Muster gepasst und das war mir ein richtiger Dorn im Auge, weil sich das so offensichtlich falsch angefühlt hat.

Der Ausgang der Geschichte hat sich für mich sehr rund angefühlt und ich konnte das Buch mit einem guten Gefühl schließen.





Mit "Mit jedem neuen Tag" konnte mich Marc Levy überraschen. Bin ich von ihm doch weit emotionalere Bücher gewohnt, so liefert er hier eher eine Geschichte, die sich viel mehr wie ein Krimi/Thriller liest. Mich konnte sein neues Buch überzeugen, wenngleich ich seine anderen Werke aber ein Stück weit lieber gelesen habe. Nichtsdestotrotz ein gelungener Roman!

Ich vergebe

7/10 
Punkten

Kommentare:

  1. Du bist so schnell, Jan :-) Hat das Buch jetzt eigentlich ein übernatürliches Element? Ich konnte das anhand des Klappentextes nicht so eindeutig sagen.
    LG,
    Damaris

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  2. Haha, dabei habe ich die Rezension ziemlich lange vor mich hergeschoben! :D
    Dieser Punkt gehört zu der "An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten" - Sache. :D ... da hätte ich dann in meinen Auge zu viel verraten und das wollte ich nicht, also lieber selber herrausfinden! ;)
    LG Jan

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lauft mir nach ...