Samstag, 4. Juli 2015

Grischa - Eisige Wellen - Leigh Bardugo [Rezension]


Verlag: Carlsen
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
ISBN: 978-3551582966
Originaltitel: Siege and Storm
Preis: 18,90 Euro
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Nur weg aus Rawka – das ist Alinas und Maljens einziger Gedanke nach dem furchtbaren Kampf gegen den Dunklen. Doch selbst an ihrem Zufluchtsort jenseits der Wahren See erreichen sie die Gerüchte: Der Dunkle habe das Gefecht auf der Schattenflur überlebt und strebe nach dem Zarenthron.
Und er wird nicht ruhen, bis er Alina gefunden hat. Denn um seine Macht ins Unermessliche zu vergrößern, braucht er ihre Hilfe – ob Alina sie ihm freiwillig gibt oder nicht. Text -und Bildquelle


Nachdem ich von Band 1 ziemlich positiv überrascht wurde, musste die Fortsetzung einfach her. Ich habe mir dann aber mit dem Lesen etwas Zeit gelassen. Irgendwie hatte ich im Gefühl, dass ich die Reihe einfach lieben werde und sie mir gut einteilen muss. Am liebsten würde ich direkt zum Finale greifen, aber dann wäre leider schon wieder alles vorbei.

Die erste Hälfte von "Eisige Wellen" hätte von mir volle 5 Sterne verdient, so fantastisch gut hat mir der ganze Plot gefallen. Es wurde direkt zu Beginn spannend und die Post ging ordentlich ab und ich konnte gar nicht anders, als an den Seiten zu kleben. Die Reise mit dem Schiff auf dem Meer war großartig und hat noch einmal für Abwechslung in dem ohnehin wundervollen Setting gesorgt. Zudem taucht ein toller neuer Nebencharakter auf, der zusätzlichen Schwung durch seinen humorvollen Charme mit sich bringt. 

Alina als Protagonistin kann mich weiterhin überzeugen. Ihre Unsicherheit aus Band 1 ist fast gänzlich verschwunden und sie präsentiert sich hier in der Fortsetzung schon eher in Richtung Kriegerin, die einiges auf dem Kasten hat. Auch von Maljen bin ich weiterhin Fan und ich mag die beiden einfach wahnsinnig gerne zusammen. Eines der wenigen Pärchen, wo mich beide Parts sehr überzeugen.

Was meine Stimmung etwas getrübt hat, war die ruhige zweite Hälfte, bevor es dann zum Ende hin wieder spannend und actionreich wurde. Meiner Meinung nach war es ein bisschen zu ruhig und die Handlung ist nicht wirklich packend voran gekommen, was ich ein wenig schade fand. Nichtsdestotrotz ist „Eisige Wellen“ eine mehr als gelungene Fortsetzung, die den Weg für ein (mit Sicherheit) fulminantes Finale ebnet. Mich kribbelt es jetzt schon in den Fingern. 

Ich mag ja ganz selten High Fantasy, auch im Jugendbuchbereich finde ich nur wenige Perlen. Leigh Barduga hat es aber vorzüglich geschafft mich mit ihrer ausgedachten Welt, eingehaucht in diesem fantastischen Russland-Setting, zu überzeugen!



Mit „Grischa – Eisige Wellen“ hat es Leigh Bardugu geschafft, eine Fortsetzung zu schreiben, die dem Vorgänger in nichts nachsteht! Besonders die erste Hälfte konnte mich wunderbar unterhalten, weil die Schauplätze so abwechslungsreich waren und die Handlung actiongeladen und spannend aufgeführt wurde. Dafür war mir die andere Hälfte des Buches ein kleines bisschen zu ruhig, bis mich der Showdown am Ende wieder gut gestimmt hat. Eine sehr gelungene Reihe bisher!
Ich vergebe

8/10 
Punkten

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