Donnerstag, 20. August 2015

Die Welt ist kein Ozean - Alexa Henning von Lange [Rezension]


Verlag: cbt
Broschiert: 352 Seiten
ISBN: 978-3570162965
Preis: 14,99 Euro
Direkt kaufen: Amazon, Verlag



Ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche will die 16-jährige Franzi ihr Schulpraktikum machen. Sie stellt sich das abenteuerlich und besonders vor – muss aber schnell erkennen, dass sie eine Welt betritt, in der die Normalität außer Kraft gesetzt ist. Hier trifft sie auf den 18-jährigen Tucker – und Tucker trifft sie voll ins Herz. Nach einem traumatischen Erlebnis spricht er nicht mehr. Tief in sich zurückgezogen, dreht er im Schwimmbad seine Runden, am liebsten unter Wasser, wo ihn keiner erreichen kann. Behutsam versucht Franzi, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Als ihr das gelingt, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Soll sie wie geplant für eine Zeit ins Ausland gehen? Oder dem Herzen folgen, das gerade erst wieder zu sprechen begonnen hat? Text -und Bildquelle


"Die Welt ist kein Ozean" klingt eigentlich genau nach einem Buch, das perfekt in meinen Lesebereich passt. Die Thematik ist etwas ernster und der Stoff nicht unbedingt leicht zu verdauen. Insgesamt ist das Werk auch wirklich nicht schlecht, aber so ganz überzeugt wurde ich auch nicht.

Meiner Meinung nach hat die Autorin den Start in die Geschichte perfekt gemacht. Ich mochte den Beginn unheimlich gerne, weil ich direkt das Gefühl hatte, dass ich das Buch lieben könnte. Ich mochte Franzi auf Anhieb und fand es klasse, dass sie sich für einen eher unkonventionellen Praktikumsplatz entschieden hat, von den man direkt ausgehen kann, dass es nicht ganz einfach werden würde. Zudem mochte ich Tuckers Hintergrund ebenfalls sehr und hatte gleich den Verdacht, dass die beiden gut zusammenpassen würden - was im Endeffekt auch der Fall war.

Leider hatte ich das Gefühl, dass sich das Buch im weiteren Verlauf öfters mal verliert. Tuckers Schicksal ist zwar immer allgegenwärtig, trotzdem ist mir die Handlung gelegentlich zu sehr in andere Bereiche abgeschweift. Das mag die Geschichte vielleicht komplexer machen, mir hat das aber hier nicht immer gepasst. Ich wollte den roten Faden - Franzi, wie sie Tucker knackt, nicht immer verlieren. Für mich war das der Punkt, der die Geschichte getragen hat. 

Dann sind gelegentlich Dinge passiert, die ich nicht so leicht nachvollziehen konnte. Ich will nichts verraten, aber die Eltern von Tucker spielen dabei eine große Rolle. Eine Sache haben die beiden fabriziert, da konnte ich nur unfassbar mit dem Kopf schütteln, weil ich das einfach nicht glauben konnte. Nichtsdestotrotz konnte ich dem Ausgang aber doch einiges abgewinnen, eben weil ich Tucker und Franziska gut zusammen sehen konnte.

Stilistisch gesehen konnte mich die Autorin überzeugen. Ich mochte ihre Art zu schreiben echt gerne und konnte "Die Welt ist kein Ozean" flüssig und zügig lesen.


Alexa Henning von Lange hat mit "Die Welt ist kein Ozean" ein Buch geschrieben, das mich anfänglich sehr überzeugen konnte. Sowohl die ernste Thematik, als auch beide Protagonisten haben mir gefallen. Leider verliert sich die Geschichte im Verlauf immer mal wieder und es gab hier und da einige Geschehnisse, die ich einfach nicht nachvollziehen konnte. Insgesamt ein netter Lesespaß, den man lesen kann, aber nicht muss.

Ich vergebe

6/10 
Punkten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

lauft mir nach ...