Dienstag, 29. Dezember 2015

Der Sommer, in dem die Zeit stehen blieb - Tanya Stewner [Rezension]


Verlag: FISCHER KJB
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
ISBN: 978-3596854264
Preis: 14,99 Euro
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Wenn Juli nachdenken will, zieht sie sich auf ihre Lichtung zurück. Doch eines Tages ist sie nicht alleine dort. Ein Junge steht vor ihr, plötzlich und unerwartet. Ein Junge wie von einem anderen Stern, so schön und so geheimnisvoll ist er. Ihrer beider Liebe könnte die Welt verändern. Doch darf diese Liebe überhaupt sein? Bild -und textquelle


"Der Sommer, in dem die Zeit stehen blieb" hat mein Interesse geweckt, als ich die ganzen positiven Meinungen nach Veröffentlichung gelesen habe. Große Erwartungen bzw. Vorstellungen hatte ich aber nicht an das Buch, ich wollte mich einfach überraschen lassen. Im Endeffekt habe ich mich aber gefragt, ob ich nicht ein ganz anderes Buch gelesen habe, als alle anderen.

Ich kenne bisher kein weiteres Buch der Autorin, aber wenn sie immer so schreibt, wie sie es hier in ihrem Werk getan hat, dann werde ich mich hüten, ein anderes Buch von ihr zu lesen. Mir war ihr Stil für ein Jugendbuch viel zu einfach, langweilig und ohne große Besonderheiten. Viel schlimmer empfand ich die Dialoge der Figuren oder die Gedankenstimme der Protagonistin Juli. Mir war das alles zu lächerlich albern und gezwungen komisch. So redet und denkt doch wirklich kein 16 jähriges Mädchen oder? Ich konnte damit wirklich nicht viel anfangen, aber da bin ich vielleicht auch die falsche Zielgruppe, obwohl ich da schon einige bessere Beispiele aufzählen könnte, die in dem Genre stilistisch überzeugen konnten.

Auch die Handlung war absolut nicht mein Fall. 80 Prozent des Buches habe ich einen roten Faden gesucht - vergeblich! Da ist Juli, mit ihrer besten Freundin - alles ganz normal. Da ist Juli, mit ihren Eltern, die Probleme haben - auch nichts Besonderes. Dann taucht da plötzlich ein abgöttisch gut aussehender Junge auf Julis geheimer Lichtung auf, der sich merkwürdig ausdrückt und wie aus einer anderen Zeit wirkt. Das Mädchen vergisst natürlich auf der Stelle das Denken und ihr ganzes Dasein beschränkt sich (fast) nur noch auf diesen Typen. Himmlisch!

Wie man es eventuell schon heraushören konnte, war mir Juli zu kindisch und auf komisch getrimmt und das hat einfach überhaupt nicht funktioniert. Alle anderen Figuren bleiben im Gesamtbild sehr blass. Auch die Beziehung zwischen Juli und dem mysteriösen Jungen ist absolut farblos. Das ist kein Kribbeln, kein Funke. Für mich war das Buch im Gesamtpaket einfach langweilig ohne große Höhepunkte. Schade!


Ich hatte keine großen Erwartungen an "Der Sommer, in dem die Zeit stehen blieb", wurde dann aber trotzdem ziemlich enttäuscht. Stilistisch war mir das Buch viel zu einfach geschrieben, was mich besonders in den Dialogen gestört hat. Ebenso Figuren und Geschichte waren für mich zu farblos und langweilig. Junge Mädchen können Tanya Stewners Werk vielleicht etwas abgewinnen, allen anderen kann ich von diesem Jugendbuch eher abraten.

Ich vergebe

3/10
Punkten


Kommentare:

  1. Hi Jan,
    oh, wie bin ich "froh" über diese Rezi. Alle waren begeistert, ich fand das Buch eher nervig (anfangs noch ganz humorvoll, dann nur noch naja) und sehr kitschig. Und diese "Sei gut zu unserer Erde"-Story. Neee, irgendwie nicht meine.
    Komm gut rüber nach 2016 :-)
    Damaris

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  2. Hallo Damaris! :)
    Ja, ich glaube deine Meinung dazu hatte ich damals auch gelesen - aber der Großteil schien ja ziemlich begeistert. Naja, ist jetzt auch net so tragisch! ^^
    Danke, rutsch du auch gut durch! :)

    LG Jan

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  3. Hallo Jan,
    es freut mich sehr zu hören, dass das Buch auch noch von anderen Lesern als negativ empfunden wurde. Ich versteh die Begeisterung darum nicht, denn Juli, die ja so klug sein sollte, hat sich einfach nur extrem kindisch benommen. Dann, als der Kerl aufgetaucht ist, wurde es noch schlimmer. Vielleicht sind wird ja inzwischen "zu alt" für so was.
    Viele Grüßen und nen guten Rutsch
    Valentina

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  4. Ich kenne bisher kein weiteres Buch der Autorin, aber wenn sie immer so schreibt, wie sie es hier in ihrem Werk getan hat, dann werde ich mich hüten, ein anderes Buch von ihr zu lesen.


    Hahaha, ich liebe diesen Satz. :D Auch wenn's schade ist, dass dir das Buch so gar nicht zugesagt hat, liebe ich es einfach, wie ehrlich und direkt du deine Leseeindrücke verfasst. Made my day! :D

    Liebste Grüße! ♥
    Nana

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  5. Ich wollte das Buch eigentlich auch noch lesen, aber ich fand schon beim Klappentext, dass die Story sich nicht sooo super angehört hat :/ deine Rezi hat mir aber geholfen, weil...das ist einfach NICHT ein Buch für mich xD und viel Spaß beim "Das Blubbern von Glück" *-* Ich fand es sooo toll!

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  6. Gut u Danke - wieder ein Buch von der WuLi gekickt! :D

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lauft mir nach ...