Donnerstag, 11. August 2016

Das Spiel von Liebe und Tod - Martha Brockenbrough [Rezension]


Verlag: Loewe
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
ISBN: 978-3785582626
Preis: 18,95 Euro
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Inhalt:
Romeo und Julia, Kleopatra und Mark Anton, Napoleon und Josephine, sie alle waren schon Figuren in dem jahrtausendealten Spiel von Liebe und Tod. Die Regeln sind einfach. Verlieben sich die Paare vor dem ausgewürfelten Termin, hat die Liebe gewonnen, trennen sie sich, triumphiert der Tod und einer der Liebenden muss sterben.

Immer wieder steht Henry vor der Tür des Jazzclubs, in dem Flora allabendlich singt. Er ist hingerissen von der schönen jungen Frau, ihrer Stimme und ihrer Musik. Flora dagegen versucht lange, sich gegen ihre Gefühle zu wehren. Ihre Haut ist schwarz und eine Beziehung mit einem weißen jungen Mann ist im Seattle des Jahres 1937 völlig ausgeschlossen.

Was Flora und Henry nicht wissen: Sie sind nur Figuren in einem uralten Spiel, in dem die Liebe selbst und ihr alter Widersacher Tod menschliche Gestalt angenommen haben. Und beide nutzen all ihre manipulativen Fähigkeiten, um zu gewinnen. Bild -und Textquelle

Meinung:
Das Konzept von "Das Spiel von Liebe und Tod" hat mir von Anfang an richtig gut gefallen und gerade meine Erwartungen an dieses Katz-und-Maus-Spiel zwischen den beiden Widersachern hat mich im Vorfeld neugierig gemacht und ich wollte Martha Brockenbroghs Werk unbedingt lesen.

Ich bin ziemlich angenehm in die Geschichte gestartet und wurde direkt mit dem Kennenlernen von Liebe und Tod belohnt. Um es mal vorweg zu sagen, die beiden Kontrahenten waren für mich stets das Highlight der Geschichte und die Kapitel aus deren Sicht mit Vorfreude von mir erwartet. Ich mochte die Erzählungen und die Geschichten, die Liebe und Tod schon immer miteinander verbunden haben und fand es toll, wie die Autorin auch Gegebenheiten aus den 30er Jahren mit in die Handlung eingebaut hat. Flora ist zum Beispiel Pilotin und Amelia Earhart ist ihre direkte Konkurrentin und wir wissen ja alle, was mit Amelia passiert ist (oder wir vermuten es).

Ich will nicht behaupten, dass ich Henry und Flora nicht mochte. Beide waren mir sympathisch und ich habe gerne über sie gelesen. Es gab einige Passagen, die habe ich sogar richtig gerne gelesen, die konnte mich packen und total mitnehmen. Aber und das muss jetzt leider auch noch folgen, gab es dann doch auch einige Strecken im Buch, die haben sich für mich sehr gezogen.

Gerade in dem Spiel zwischen Liebe und Tod hätte ich mir um einiges mehr an Spannung gewünscht. Wie gesagt, die Momente zwischen Tod und Liebe waren toll, aber als jeder für sich seine Pläne verfolgt, da hätte ich mir besonders von Tod viel mehr Power gewünscht. So sind viele Teile des Buches schon sehr ruhig. Dann hatte ich keine Probleme damit, das Buch mal beiseite zu legen und es hat mich nicht unerträglich gereizt, endlich weiterzulesen.

Fazit:
"Das Spiel von Liebe und Tod" ist sicherlich kein schlechtes Buch, aber für mich auch weit von einem Highlight entfernt. Tod und Liebe zusammen konnten mich immer überzeugen und die Beziehung der beiden Gegenspieler fand ich spannend - insgesamt hätte der gesamten Handlung aber definitiv mehr davon gut getan.

Ich vergebe

6/10
Punkten

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