Samstag, 11. Februar 2017

Am Ende der Welt traf ich Noah - Irmgard Kramer // Rezension

Ein fremder roter Koffer zieht Marlene wie magisch an und ehe sie wirklich weiß, was sie tut, hat sie sich schon als dessen Besitzerin ausgegeben und ist in ein neues Leben abgetaucht. Als Irina Pawlowa verbringt sie ihren Sommer fernab der Zivilisation in einer alten Villa zusammen mit einer Nonne, einem Gärtner und einem Koch. Und Noah. Noah ist faszinierend, blind und in der Villa gefangen, denn irgendetwas außerhalb ihrer schützenden Mauern macht ihn schwer krank. Doch er möchte frei sein, und als Marlene sich in ihn verliebt, willigt sie ein, mit ihm zu fliehen. Was daraufhin passiert, konnte jedoch niemand vorhersehen.


Gebundene Ausgabe: 352 Seiten // Preis: 17,95 Euro (HC)

Erster Satz: Ich war wütend.

Meinung:
"Am Ende der Welt traf ich Noah" hat mich sofort durch seinen tollen Titel und der hübschen Aufmachung angesprochen. Darüber hinaus habe ich hauptsächlich positive Meinungen über das Werk gelesen und wurde immer mal wieder angefixt, das Buch doch endlich anzuschaffen. Jetzt war es endlich soweit und ich habe nicht lange gezögert und das Buch recht schnell gelesen.

Doch die Enttäuschung traf mich schneller als gedacht. Um es direkt kurz zu machen: Die Geschichte konnte mich einfach nicht packen und das ist immer Geschmackssachen, aber leider ist es nicht nur die Handlung, die mich frustriert hat. 

Direkt zu Beginn hatte ich das Gefühl, dass ich die Protagonistin nicht ernst nehmen kann, weil sie sich komplett unglaubhaft verhält. Welches junge Mädchen steigt denn zu jemand Fremdes ins Auto, um sich an einen unbekannten Ort bringen zu lassen? Ebenfalls das Kennenlernen zwischen Marlene und Noah war für mich kein Hit. Ich musste ständig mit den Augen rollen, weil mich die Klischees nur so angesprungen haben. Noah sieht so super aus, ist mysteriös und geheimnisvoll und seine Bauchmuskeln haben mich so neidisch gemacht, kein Wunder, dass Marlene sich in seiner Gegenwart so eingeschüchtert und verunsichert gefühlt hat.

Wie schon erwähnt, war die Handlung nicht nach meinem Geschmack. Für mich war der Plot etwas langsam und stellenweise langatmig, und da mich die Protagonisten nicht überzeugen konnten, hatte ich wenig verlangen zu erfahren, was aus ihnen wird. Ich muss aber zugeben, dass die ganze Auflösung am Ende schon außergewöhnlich ist, und hätte ich mehr Verbindung mit der Geschichte gehabt, dann wäre ich bestimmt gefesselt gewesen. So war ich einfach nur froh, dass ich das Buch zuklappen konnte.

Fazit:
Ich hatte mich sehr auf "Am Ende der Welt traf ich Noah" gefreut, wurde aber schnell auf den Boden der Tatsachen geholt, als ich kaum was mit den Protagonisten anfangen konnte. Für mich hatte die Geschichte zu viele Klischees und wenig Aufregendes. Das Ende ist zwar ungewöhnlich, konnte für mich die Geschichte aber auch nicht mehr retten. Mein Geschmack wurde leider nicht getroffen.

Ich vergebe

4/10
Punkten

Kommentare:

  1. Guten Morgen,
    das Buch liegt schon ewig auf meinem SuB. Ich habe mal angefangen zu lesen, bin aber über die ersten paar Seiten nicht hinaus gekommen. Irgendwann wollte ich dem Buch nochmal eine Chance geben. Vielleicht sollte ich es doch lieber lassen...
    Danke für deine ehrliche Meinung.
    LG und einen schönen Sonntag
    Yvonne

    AntwortenLöschen
  2. Danke für deine interessante Meinung. Das Buch ist mir auch schon ins Auge gefallen. Aber manchmal ist man denn doch froh, wenn man ein Buch nicht auf dem SuB hat :)
    LG Ingrid von www.buchsichten.de

    AntwortenLöschen
  3. Huhu,

    das Buch hab ich neulich schon mal wo gesehen und überlegt, ob ich es mir holen soll. Der Klappentext klingt irgendwie echt gut. Aber scheinbar ist der Inhalt dann nicht so. Ich hol es mir dann lieber doch nicht. Danke für die ehrliche Rezi :)

    Liebe Grüße

    Sunny
    von Sunny's magic books

    AntwortenLöschen

lauft mir nach ...